Bisher hat die Schufa immer ihr Geld bekommen. Und da sie nun mal mit MEINEN Daten Geld verdient, lebt sie auch davon. Danke.
Eine Novelle des Datenschutzgesetzes macht es möglich: Ab 1. April müssen professionelle Datenbanken einmal pro Jahr kostenlos eine schriftliche Übersicht geben, welche Informationen über Privatleute gespeichert sind.
Doch hat die Schufa, Deutschlands größte Auskunftei, gut einen Monat vor dem Termin noch nicht offiziell entschieden, wie das Verfahren ablaufen soll. So scheint nicht ausgeschlossen, dass es zumindest bei der Online-Version der Auskunft Gebühren durch die Hintertür gibt.
Bislang gibt es zwei Wege, an seine Schufa-Daten zu kommen: Wer sich die Auskunft per Post zukommen lässt, zahlt 7,80 Euro. Hier genügt es zur Identifizierung, dass das Schreiben tatsächlich an eine vorher genannte Adresse zugestellt wird. Wer sich die gespeicherten Informationen online ansehen will, zahlt einmalig 15,60 Euro für eine unbefristete Nutzung. Bei letzterem Entgelt ist zur Identifizierung das sogenannte Postident-Verfahren nötig und im Preis inbegriffen. Dabei identifiziert sich der Kunde in Post-Filialen.
Absolut kostenlos ist jetzt schon folgendes Angebot: Wer seine Daten im Schufa-Computer einsehen will, kann in einer der bundesweit 14 Filialen tun. Allerdings werden noch in diesem Jahr fünf Filialen (Bremen, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Saarbrücken) und bis Ende 2011 drei weitere Geschäftsstellen (Düsseldorf, Mannheim und Stuttgart) geschlossen. Dann werden nur noch sechs Filialen (in Berlin, Bochum, Hannover, München und Wiesbaden) übrig bleiben.
Nun gibt es Bedenken, dass für die eigentlich kostenlose Auskunft ab 1. April - falls sie per Internet stattfindet - ebenfalls das Postident-Verfahren nötig sein könnte. Das kostet laut Preisverzeichnis der Deutschen Post bis zu 6,61 Euro plus Rücksendekosten. Zudem kamen Vermutungen auf, das bisherige briefliche Verfahren könnte verteuert werden. So hatte die Bild-Zeitung gemeldet, der Preis solle auf 18,50 Euro steigen.
Die Schufa betonte in einer Stellungnahme, die schriftliche Übersicht ab 1. April werde "definitiv kostenlos" sein. Zum Internet-Angebot äußerte sie sich nicht. Ein Sprecher der Schufa sagte lediglich: "Wie die einzelnen Auskünfte und Produkte im Detail aussehen und was die kostenpflichtigen Produkte im Detail kosten werden, ist derzeit noch in der Feinjustierung und Endabstimmung bei uns im Haus."
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Was die Leser sagen
Auch wenn die genaue Ausgestaltung der einzelnen Produkte noch nicht feststeht, möchten wir eine Sache ganz deutlich hervorheben: Natürlich wird es für den Verbraucher ab 1. April eine kostenlose Auskunft geben. Auch heute sind Auskunfteien schon verpflichtet, kostenlos Einblick in die gespeicherten Daten zu gewähren. Dieser Verpflichtung kommt die SCHUFA bereits seit langem nach. Was sich ab 1. April ändert, ist, dass der Verbraucher eine schriftliche Übersicht über seine gespeicherten Daten erhält. So wie die SCHUFA bislang Verbrauchern kostenlos EINBLICK in seine gespeicherten Daten gewährt hat, werden Verbraucher in Zukunft ihre SCHRIFTLICHE ÜBERSICHT erhalten und diese wird defintiv kostenlos sein!
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