Anders als bei den meisten Tagesgeld und Festgeldanbietern bekommen Ikano Kunden die "Rote Mastercard". Mit ihr können Kunden weltweit überall, wo Mastercard akzeptiert wird, zahlen. Doch das ist an sich nicht überraschend: Die Konditionen entsprechen denen einen klassischen kostenlosen Kreditkarte.
Der eigentliche Reiz der Karte besteht in der Möglichkeit, mit ihr zu sparen. 2,22 Prozent Zinsen pro Jahr gewährt die Ikano Bank auf das Geld, das die Kunden auf dem Kreditkartenkonto geparkt haben. Eine Mindestsumme gibt es nicht, der Höchstanlagebetrag liegt bei 100.000 Euro. Das Girokonto bei der Hausbank dient als Referenzkonto. Leider werden die Zinsen nur einmal jährlich gutgeschrieben, was den Zinseszins-Effekt etwas schmälert. Andere Anbieter schreiben monatlich oder vierteljährlich die Zinsen gut. Als Einlagensicherung gibt es die gesetzliche Deutsche Einlagensicherung, die im Falle einer Insolvenz zurzeit pro Kunde 50.000 Euro erstattet.
Zwar ist die Ikano Bank keine Tochter des Möbelhauses Ikea, aber sie gehört zum Firmenkonglomerat der Familie des Ikea-Gründers Ingvar Kamprad. Entsprechend ist die Kundenansprache der Bank, die seit Ende 2009 in Deutschland aktiv ist: Alle Kunden werden geduzt und ganz Ikea-typisch "välkommen" geheißen. Derzeit sind Ratenkredite - vor allem für Ikea-Kunden - das Hauptgeschäft der Bank. Mit der Mastercard machen die Schweden einen Schritt in Richtung Einlagengeschäft. Weitere Produkte wie etwa ein Girokonto, soll es vorerst nicht geben. Auch in Skandinavien ist die Bank hauptsächlich als Kreditgeberin bekannt.
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Quelle: boerseonline
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