Fremdwährungskonten sind eine simple Möglichkeit, um sich vor einem Wertverlust des Euro zu schützen. Dabei tauschen Anleger einen Teil ihres Geldes gegen eine andere Devise ein, etwa den Schweizer Franken oder den Dollar. Verliert der Euro zur gewählten Währung während der Anlagedauer an Wert, erzielen Investoren beim späteren Rücktausch einen Wechselkursgewinn. Im umgekehrten Fall erleiden sie jedoch einen Verlust. Die Zinsen orientieren sich am Leitzins der gewählten Auslandswährung - sofern es überhaupt welche gibt. Denn die Fremdwährungskonten gibt es in verschiedenen Varianten, und nicht jede bietet auch Erträge.
Commerzbank, Dresdner Bank und Deutsche Bank etwa bieten den Umtausch von Euro in nahezu jede beliebige Währung an. Anleger können selbst exotische Devisen auswählen. Zinsen erhalten sie jedoch keine. Die Angebote richten sich in erster Linie an Kunden, die ein Verrechnungskonto für Transaktionen im Ausland brauchen. Sie begleichen entweder Rechnungen oder wickeln Wertpapiergeschäfte in Fremdwährung ab. Für einen Einsatz im Inland sind die Konten ansonsten ungeeignet, denn Barein- und -auszahlungen sind mit ihnen nicht möglich.
Für Anleger, denen es nur um die Währungsabsicherung geht, böte sich ohnehin eine andere Variante an: Anlagekonten in ausländischer Währung. Sie werfen nämlich auch Zinsen ab - dafür ist die Nutzung für den Zahlungsverkehr nicht möglich oder stark eingeschränkt. Auch das Angebot an Devisen ist wesentlich kleiner. Comdirect stellt beispielsweise elf Währungen zur Auswahl, die Sparkasse Köln/Bonn bietet Anlagekonten für acht Währungen an, Cortal Consors und DAB Bank gar nur für drei.





















