43 Prozent der Bankkunden erwarten, dass ihre eigene Bank Produkte anbietet, die nach ethischen und sozial-ökologischen Kriterien ausgerichtet sind. Und sogar 71 Prozent der Befragten fordern, dass die Geldhäuser eine stärkere soziale Verantwortung übernehmen und ihre Geschäftspolitik transparenter gestalten. Dies zeigt eine Befragung des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougovpsychonomics unter 1500 privaten Bankkunden.
"Von einem ausgeprägten Trend zu sprechen, erscheint verfrüht. Erkennbar ist aber, dass die ethischen Ansprüche der Kunden an die Banken steigen und die Aufgeschlossenheit für nachhaltige Finanzprodukte wächst", sagt Sven Hiesinger, Studienleiter bei Yougovpsychonomics.
Von den namhaften konventionellen Banken werden die Genossenschaftsbanken, allen voran die Sparda-Banken, sowie die ING-Diba von ihren Privatkunden am stärksten als "sozial" beziehungsweise "moralisch gut" wahrgenommen (Zustimmungsraten 45 bis 56 Prozent). Zum Vergleich: Lediglich 19 Prozent der Kunden von Großbanken äußern sich diesbezüglich positiv. Wenig bekannt sind spezielle Nachhaltigkeitsbanken, wie etwa Ethikbank, GLS Bank, Triodos Bank oder Umweltbank. Ihr Bekanntheitsgrad liegt lediglich zwischen fünf und maximal 17 Prozent.
Wer allerdings erwartet, dass die Finanzkrise zu einem kompletten Umdenken der Bundesbürger geführt hat, sieht sich getäuscht: 78 Prozent der Kunden erwarten weiterhin in starkem Maße, dass ihre Bank in punkto Zinsen und Renditen das Beste für sie herausholt.
Quelle: boerseonline
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