Seit Ende 2009 ist Europa was den Zahlungsverkehr angeht noch ein Stück weiter zusammengerückt. Was unter dem Nahmen "Single European Payment Area (SEPA)" Kunden viele Vorteile beschert, wie etwa schnellere Überweisungen in In- und Ausland, sorgt auf der anderen Seite für mehr Risiko: Banken müssen seitdem nicht mehr abgleichen, ob die Kontonummer und der Empfänger einer Überweisung zusammenpassen. Wer also eine Überweisung tätigt, sollte umso vorsichtiger sein. Sind doch einmal ein paar Ziffern verrutscht können Kunden hoffen, dass die falsche Kontonummer gar nicht vergeben ist. In diesem Fall bekommt er sein Geld automatisch zurück. Ist die Kontonummer vergeben, muss der Kunde sich um die Rückabwicklung selbst kümmern.
Dabei ist ihm die Bank behilflich, allerdings nicht ohne sich diesen Dienst bezahlen zu lassen. Laut einer Umfrage der FMH-Finanzberatung unter 36 Banken aus allen Bereichen des Bankwesens, gibt es den "Geldrückholservice" bei keinem Institut kostenlos. Die Spanne reicht von 2,50 Euro, die die DKB verlangt bis zu 35 Euro bei einigen PSD und Sparda-Banken. Die Deutsche Bank verlangt 14,99 Euro, die Postbank 21 Euro und die Commerzbank 25 Euro. Vergleichsweise bescheiden ist die ING-Diba. Die Frankfurter Direktbanker verlangen zehn Euro, für eine solche Rückholaktion.
Gebühren fallen auch ohne Rücküberweisung an
Interessant ist das Angebot der Wüstenrotbank. Sie verlangt in der Regel zehn Euro für die Recherche. Handelt es sich aber um einer Fremdwährungsüberweisung, muss der Kunde nichts zahlen. Insgesamt verlangen zwei Drittel der von FMH befragten Banken Beträge von mehr als zehn Euro.
"Ganz gleich wir hoch die Gebühr, sie die Banken wollen in jedem Fall Geld sehen, auch wenn die Überweisung nicht mehr zurückgeholt werden kann", erklärt FMH-Chef Max Herbst. Täglich werden in Deutschland mehr als zehn Millionen Überweisungen verarbeitet, wie viele davon Irrläufer sind ist weitestgehend unbekannt.
Quelle: boerseonline
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