Ab August verlangt die Direktbank je Sparplanausführung nur noch 1,5 Prozent des Ordervolumens und maximal 4,90 Euro. Damit kontert Comdirect einen Vorstoß der ING-Diba, die Mitte Juni mit dem damals günstigsten Angebot von 1,75 Prozent je Order auf den Markt gekommen war.
Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds (Exchange-Traded Funds, ETFs) erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Beispielhaft zeigt sich das an den DAB-Kunden. Anfang 2006 notierten nur 3,3 Prozent aller Sparpläne bei der Direktbank auf Indexfonds, Anfang dieses Jahres waren es schon 16,1 Prozent.
ETFs bilden stur einen Index ab und sind daher wesentlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds. Weil es langfristig ohnehin den wenigsten Managern gelingt, den Vergleichsindex zu schlagen, eignen sich ETF-Sparpläne gut für den Vermögensaufbau. Früher allerdings machten die hohen Gebühren der Sparpläne die Vorteile eines einzelnen Indexfonds zunichte. Nun überarbeiten immer mehr Anbieter ihre Gebührenmodelle - zum Nutzen der Kunden.
Noch verlangt Comdirect eine Grundgebühr von 2,50 Euro je Ausführung, dazu kommen 0,4 Prozent volumenabhängige Gebühr. Das macht besonders kleine Sparraten unattraktiv. Wer beispielsweise monatlich 25 Euro spart, zahlt dafür 2,60 Euro je Ausführung - das sind üppige 10,4 Prozent. Beim Kauf eines normalen Fonds am Bankschalter fallen in der Regel fünf Prozent Agio an. Ab August kostet eine solche Order bei Comdirect jetzt nur noch 38 Cent.
Außerdem erhöht die Commerzbank- Tochter die Zahl der sparplanfähigen ETFs von 87 auf 105. "In einem Sparplan lassen sich bis zu fünf verschiedene Wertpapiere kombinieren", sagt Comdirect- Fondsexperte Henning Seeler. "Anleger können so ihr Sparplaninvestment ohne zusätzliche Kosten diversifizieren."
Cortal Consors verlangt pro Ausführung zwei Prozent und war damit bei kleinen Sparraten der günstigste Anbieter, bis die ING-Diba auf den Markt kam. Künftig ist Comdirect der Preisführer. Bei Raten zwischen 167 und 960 Euro fahren Anleger bei der DAB Bank am besten: Dort fallen pauschal 2,50 Euro und eine volumenabhängige Gebühr von 0,25 Prozent an. Ab 960 Euro ist wegen der Maximalgebühr von 4,90 Euro wieder Comdirect am günstigsten.
Quelle: ftd
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