Deutschland ist nun größter Einzelaktionär der Commerzbank.
Deutschland ist nun größter Einzelaktionär der Commerzbank.
Foto: Visum

Commerzbank

Womit Commerzbank-Kunden nach dem Staatseinstieg rechnen müssen

von Dennis Kremer

Die Commerzbank hat einen neuen Großaktionär: Den deutschen Staat. Was die Teilverstaatlichung des Institutes für deren Kunden bedeutet.

25+1: Diese Formel versetzte die Bankenwelt zum Jahreswechsel in Aufregung. 25 Prozent plus eine Aktie – das ist der Anteil, den die Bundesrepublik Deutschland seit Anfang des Jahres an der Commerzbank hält. Bezahlt hat der Staat dafür 1,8 Milliarden Euro, und gerettet hat er damit die politisch gewünschte Fusion mit der Dresdner Bank. "Ohne das Geld vom Staat hätte die Übernahme wohl abgesagt werden müssen", sagt Martin Faust, Professor für Bankbetriebslehre an der Frankfurt School of Finance and Management. Und das hätte wahrscheinlich neue Turbulenzen im deutschen Bankensystem nach sich gezogen. Die entscheidende Frage, die sich viele Kunden von Commerzbank und Dresdner stellen, lautet nur: Ist auch gut für den Kunden, was gut ist für die fusionierte Bank?

"Der Einstieg des Staates sollte sich für die Kunden positiv auswirken", prognostiziert Bankenprofessor Faust. Schließlich könne sich das Institut zu günstigeren Konditionen Geld von anderen Banken leihen, da es aufgrund des Einstiegs der Bundesrepublik nun als absolut ausfallsicher gelte. Zwar hatten die europäischen Finanzminister bereits Ende des vergangenen Jahres beschlossen, keine systemrelevante Bank in Konkurs gehen zu lassen. "Eine direkte Beteiligung des deutschen Staates wird am Markt aber als noch sicherer bewertet als eine allgemein gehaltene Zusage der EU-Finanzminister", sagt Faust. Eine ausfallsichere Bank aber, die sich günstiger Kapital am Geldmarkt beschaffen kann, könne auch im größeren Umfang Kredite an Firmen- und Privatkunden vergeben.

Allerdings schätzen Insider, dass der Zusammenschluss für die Kunden der fusionierten Großbank zunächst auch einige negative Folgen haben wird. Sie berichten von internen Problemen, so trügen sich beispielsweise zahlreiche Mitarbeiter mit Abwanderungsgedanken. Und darunter könnte die Qualität der Kundenbetreuung in den nächsten Monaten leiden.


© 2009 capital.de

Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel


Ihre Meinung

Ihr Name
Ihre Email-Adresse (wird nicht veröffentl.)
Betreff
Ihr Kommentar



 
Capital - Suche
 
Marktinformationen
DAX Tops Diff %
Metro
E.ON N
Allianz N
Flops
Infineon T
MAN
SAP
DAX 6.271,22 -0,60%
TecDAX 742,49 -1,63%
EUR/US 1,2786 +0,06%
GOLD 1.597,13 +0,31%
Quelle: Smarthouse Media, SIX Telekurs
Alle Zinsen auf einen Blick
Wo Sie günstig finanzieren können und welche Anbieter Sparern die höchsten Renditen bieten.
ProduktMittel-
wert
Spanne
Baugeld (10 Jahre fest)2,80%2,53-4,90%
Tagesgeld (5.000 Euro)1,44%0,17-3,00%
Festgeld (12 Monate)1,51%0,50-3,00%
Sparbriefe (4 Jahre)1,66%0,45-3,25%
Girokonto (Dispo)11,03%5,50-13,81%
Ratenkredite (36 Monate)6,82%4,33-11,99%
Quelle: FMH-Finanzberatung
Wohn- und Ferienimmobilien-Kompass
Aktualisierte Fassung 2012
PartnerangebotImmobilien suchen in ...
Wohnquartier Report
Suche

Professionelle Bewertung der Wohnumgebung von Immobilien.

PLZ
Ort
Straße, Nr.