Empfehlen Als E-Mail verschicken Facebook Twitter XING Drucken
11.11.2011
Seite  1 | 2


Foto: dpa

Anlagestrategie

Unternehmensanleihen sind die neuen Staatsanleihen

von Frank Bremser

Staatsanleihen gelten als Sicherheitsinvestments. Doch von Sicherheit kann etwa bei griechischen Bonds nicht mehr gesprochen werden. Unternehmensanleihen scheinen da oft die bessere Alternative.

Um von Investoren als Staatsanleihe wahrgenommen zu werden, gehört nach Ansicht von Analysten mehr als nur die Tatsache, dass sie von einem Staat begeben wird. Morgan Stanley etwa nennt als zusätzliche Kriterien noch unter anderem, wie sich die Anleihe am Zweitmarkt verhält. Erst wenn diese Kriterien erfüllt seien, würden Investoren Staatsanleihen in ihre Bondportfolios aufnehmen, wo sie aufgrund ihrer Vorhersagbarkeit als Risikoabsicherung funktionieren können.

Viele dieser Kriterien haben aber gerade die Staatsanleihen aus den europäischen Peripherie-Staaten inzwischen verloren. Nach Ansicht der Analysten muss eine Staatsanleihe etwa eine hohe Liquidität bei einer gleichzeitig geringen Wertschwankungsbreite aufweisen, zudem sollte ihre Wertentwicklung gegenläufig zu der von riskanteren Anlageklassen sein. Lange Zeit galten Anleihen aus der Euro-Zone als klassisches Investment dieser Art - dabei war es fast vollkommen egal, welcher Staat sie begab.

Doch seit dem Beginn der Schuldenkrise trennt sich bei den europäischen Staatsanleihen die Spreu vom Weizen. Während etwa deutsche oder österreichische Anleihen auch weiterhin Staatsanleihen im klassischen Sinne sind, haben Griechenbonds oder italienische Anleihen viele der notwendigen Charakteristika verloren.

Denn diese Papiere sich hoch volatil, die Entwicklung nicht mehr vorhersagbar und teilweise sind sie nur noch schwer handelbar. Wer die Anleihen in seinem Depot hat, findet häufig nur noch schwer einen Käufer und wenn doch, dann mit einem gehörigen Preisabschlag - was wiederum die Renditen in die Höhe treibt. So fliehen derzeit auch viele Banken aus ihren Anleiheinvestments. Sie verkaufen sie teilweise mit Verlust, wie zuletzt etwa die Commerzbank freimütig einräumte.

Zudem weisen sie inzwischen eine starke Abhängigkeit von Aktienmärkten auf. So steigen die Renditen von italienischen Anleihen und gleichzeitig fällt der Aktienmarkt - die Investoren verkaufen quer durch die Bank alles, was mit dem Land zu tun hat. Die Anleihe selbst ist nicht mehr der sichere Hafen, in den Investoren flüchten können, wenn es den Unternehmen schlecht geht. Bei Staaten wie Deutschland ist dies klassischerweise genau umgekehrt.


Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel


Ihre Meinung

Ihr Name
Ihre Email-Adresse (wird nicht veröffentl.)
Betreff
Ihr Kommentar



 
Capital - Suche
 
Marktinformationen
DAX Tops Diff %
Metro
E.ON N
Allianz N
Flops
Infineon T
MAN
SAP
DAX 6.271,22 -0,60%
TecDAX 742,49 -1,63%
EUR/US 1,2785 +0,05%
GOLD 1.596,98 +0,30%
Quelle: Smarthouse Media, SIX Telekurs
Alle Zinsen auf einen Blick
Wo Sie günstig finanzieren können und welche Anbieter Sparern die höchsten Renditen bieten.
ProduktMittel-
wert
Spanne
Baugeld (10 Jahre fest)2,80%2,53-4,90%
Tagesgeld (5.000 Euro)1,44%0,17-3,00%
Festgeld (12 Monate)1,51%0,50-3,00%
Sparbriefe (4 Jahre)1,66%0,45-3,25%
Girokonto (Dispo)11,03%5,50-13,81%
Ratenkredite (36 Monate)6,82%4,33-11,99%
Quelle: FMH-Finanzberatung
Wohn- und Ferienimmobilien-Kompass
Aktualisierte Fassung 2012
PartnerangebotImmobilien suchen in ...
Wohnquartier Report
Suche

Professionelle Bewertung der Wohnumgebung von Immobilien.

PLZ
Ort
Straße, Nr.