2,1 Prozent bietet die Comdirect ab sofort auf ihr Tagesgeldkonto an. Die Commerzbank-Tochter will damit sowohl das Geld neuer als auch alter Kunden einsammeln. Mit diesem Zinssatz bietet die Onlinebank aus Quickborn eines der besten Tagesgeldangebote aus dem Bereich der Banken, die über eine hohe deutsche Einlagensicherung verfügen.
Momentan topt nur noch die DAB Bank. Die Münchner bieten 2,5 Prozent, allerdings muss man dafür ein, allerdings kostenloses, Depot bei der Bank eröffnen. Das ist bei der Comdirect nicht nötig. Unter den Banken, die nur eine europäische Einlagensicherung bieten, liegt die luxemburgische Advanzia Bank ganz vorne, sie gewährt bis Ende März satte vier Porzent, allerdings bei einer Mindesteinlage von 5000 Euro. Sie sichert pro Kunde Einlagen in einer Höhe von bis zu 100.000 Euro.
Die Haken der Comdirect-Offerte
Die neue Offerte der Comdirect ist zwar ungleich sicherer, hat jedoch einige Haken. So gilt eine Zinsstaffel, die sich an der Höhe der Einlagen orientiert. Bis 5000 Euro gibt es 2,1 Prozent, für jeden Cent mehr gewährt die Bank nur noch durchschnittliche 1,2 Prozent.
Daneben gibt es keine Frist, innerhalb der die Bank den Zins garantiert. Dieser Punkt klingt natürlich freundlicher als eine feste Bindung wie bei der DAB Bank, bei der nach einem halben Jahr die Zinsherrlichkeit beendet ist. Andrererseits könnte die Comdirect diesen Zins auch immer wieder anpassen, was in Zeiten von Durchschnittszinssätzen aufs Tagesgeld von 1,18 Prozent eher ein Schritt nach unten bedeutet. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt da lieber auf einen Zins, der auf eine bestimmte Zeit garantiert ist.
Zinsjäger müssen daher weiterhin nach solchen Leuchturmangeboten Ausschau halten. Offerten mit einem Zins von zwei Prozent und darüber sind allemal einen Blick wert. Mehr gibt es leider nicht. Eine Rückkehr auf ein Zinsniveau von durchschnittlich zwei Prozent und mehr beim Tagesgeld ist in den kommenden Monaten nicht absehbar.
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Quelle: boerseonline
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