Tagesgeldofferten gibt es trotz sinkender Zinsen wie Sand am Meer, einzig die Konditionen, mit denen die Banken auf Kundenfang gehen, liegen nicht mehr vier Prozent plus x, sondern haben eher eine zwei vor dem Komma.
Die Frankfurter Finanzberatung FMH hat die Zinsen der mehr als 100 in Deutschland erhältlichen Tagesgeldangebote über einen Zeitraum von 40 Wochen miteinander verglichen. Dabei wurden die Offerten nach dem besten Zins für Anlagebeträge von 1000 Euro und 50.000 Euro sortiert. Ein weiteres Kriterium war die Frage, ob sich das Angebot nur an Neukunden oder auch an Bestandskunden richtet. Zuletzt haben die Zinsexperten die Angebote zwischen europäischen Einlagensicherung, die bis zu 100.000 Euro voll absichert und der höheren deutschen Einlagensicherung unterschieden.
Unter den Anbietern mit der heimischen Einlagensicherung setzte sich die 1822direkt klar durch. Die Online Tochter der Frankfurter Sparkasse punktete vor allem mit ihrem Neukundenangebot. Derzeit liegt der Zins des Kontos mit dem Namen „Cash Skyline“ bei 2,75 Prozent. Diesen hohen Zins bekommen allerdings nur Neukunden bis zum 15. Januar 2010.
Der Standardzins der Bank liegt bei 1,30 Prozent und entspricht so dem Durchschnitt, dessen was Sparer derzeit auf ihrem Tagesgeldkonto erwarten können. Laut FMH-Chef Max Herbst hat die Bank dennoch über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg hohe Zinsen geboten. Auf dem zweiten Platz in dieser Kategorie liegt die Ziraat Bank. Das Institut mit türkischen Wurzeln bietet 2,05 Prozent und macht keinen Unterschied zwischen Neu- und Bestandskunden. Allerdings muss man für den Zins ein kostenloses Girokonto eröffnen.
Unter den Banken mit europäischer Einlagensicherung konnte sich die NIBC Direct durchsetzen. Die Bank aus den Niederlanden bietet zwar im Vergleich zur 1822direkt weniger Zinsen, macht dafür aber keinen Unterschied zwischen Neu- und Bestandskunden. Mit einem Zins von 2,3 Prozent liegt die Direktbank immer noch einen Prozentpunkt über Durchschnitt, dessen was die Geldhäuser derzeit auf Tagesgeldkonten gewähren. Das Angebot der zweitplatzierten Bank of Scotland liegt mit 2,5 Prozent momentan etwas höher, die Schotten waren in der Vergangenheit stets knapp hinter dem Zins der NIBC Direct. Hier liegt die Einlagensicherung bei 50.000 Pfund, was derzeit rund 55.000 Euro entspricht. Auf Ihren Internetseiten versprechen beide Banken stets hohe Zinsen zu bieten, mit konkreten Terminen halten Sie sich eher zurück. Aussagen wie "wir bieten einen Zins, der immer über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt", sollten Sparer nicht zuviel Gewicht beimessen, denn der wichtigste Zins im Euroraum liegt gerade bei einem Prozent und wird wohl noch einige Zeit auf diesem Niveau verharren. Selbst eine Offerte mit 1,1 Prozent wäre wenig berauschend.
Tagesaktuelle Konditionen liefern die
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