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18.05.2011
Volkswagen plant die Übernahme vom Nutzfahrzeughersteller MAN
Volkswagen plant die Übernahme vom Nutzfahrzeughersteller MAN
Foto: Bloomberg

Übernahmeofferte

VW bewertet MAN-Aktie laut BaFin zu hoch

Das Übernahmeangebot, das Volkswagen dem Lkw-Hersteller MAN machte, liegt laut Finanzaufsicht BaFin über dem tatsächlichen Börsen-Wert der Münchner. VW jedoch hält an seiner Offerte fest.

Die Finanzaufsicht BaFin ist bei der Berechnung des angekündigten Übernahmeangebots von VWfür MAN zu einem anderen Ergebnis als der Autobauer gekommen. Die BaFin habe VW mitgeteilt, dass der für die geplante Offerte ermittelte gewichtete Durchschnittskurs der MAN-Stammaktie bei 87,23 Euro und der der Vorzugsaktie bei 59,9 Euro liege, teilte der Wolfsburger Konzern mit.

Europas größter Autobauer hatte vergangene Woche seinen Anteil an MAN auf über 30 Prozent aufgestockt und ein Pflichtangebot für den Münchener Nutzfahrzeugkonzern angekündigt. Die Offerte liegt bei 95 Euro je Stammaktie und damit unter dem aktuellen MAN-Börsenkurs. Dabei ist VW nach eigenen Angaben verpflichtet, den höchsten Preis zu bieten, den der Konzern selbst beim Überschreiten der 30-Prozent-Schwelle bezahlt hat. Der Preis je Vorzugspapier richtet sich dagegen nach dem gewichteten Durchschnittskurs der MAN-Aktie während der vergangenen drei Monate - VW war dabei von einer Größenordnung von 60 Euro ausgegangen. Die Abweichung ist damit marginal.

Eine VW-Sprecherin sagte, aus den Berechnungen der Finanzaufsicht ergäben sich keine Konsequenzen für das Angebot. "Substanziell ändert sich dadurch nichts", sagte sie. Volkswagen werde das Angebot wie geplant bis Ende Mai veröffentlichen.

Die Wolfsburger wollen aus ihrer schwedischen Tochter Scania und MAN eine Lkw-Allianz schmieden. Dabei bietet der Konzern den MAN-Aktionären lediglich den gesetzlichen Mindestpreis, um mit 35 bis 40 Prozent die kartellrechtliche Genehmigung zur Kontrolle von MAN zu erlangen. Eine Komplettübernahme ist aus Sicht von VW nicht nötig, um die beiden Lkw-Bauer zusammenzuführen. Dabei sollen beide Marken erhalten bleiben.


Quelle: ftd.de
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