Denn damit konnte sich OBH Technology im Bieterwettstreit gegen den wesentlich größeren Wettbewerber EADS Astrium durchsetzen. Anders als heute Morgen spekuliert wird OHB Technology allerdings nicht sofort den kompletten Auftrag erhalten.
Zunächst geht es um den Bau von 14 Satelliten im Volumen von 566 Millionen Euro. Über die Auftragsvergabe für die restlichen bis zu 18 Satelliten werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, teilte die Kommission mit. Auch hier hat OHB Technology beste Chancen, zum Zug zu kommen.
Bisher waren Experten davon ausgegangen, dass der Auftrag zwischen OHB und EADS Astrium aufgeteilt würde. Doch anscheinend war das Angebot des kleineren Bieters derart lukrativ, dass die EU-Kommission nicht umhin kam, den Auftrag nach Bremen zu geben. Schon einmal, im Jahr 2001, zog EADS Astrium gegen OHB Technology den Kürzeren. Damals gewannen die Bremer den Auftrag zum Aufbau des Spionagesystems SAR-Lupe. Spätestens seit damals ist OHB Technology eine feste Größe in der europäischen Satellitenbranche.
In den vergangenen Tagen ist die Notiz von OHB Technology kräftig nach oben gesprungen. Heute gewinnt der Titel erneut rund neun Prozent. Kurzfristig könnte der Galileo-Hype den Aktienkurs noch bis auf 15 Euro treiben. Dann sollte die Notiz aber erst einmal ausgereizt sein. BÖRSE ONLINE hatte den Titel mehrfach zum Kauf empfohlen – wie vor exakt einem Monat bei rund 10,50 Euro.
Kurzfristig orientierte Anleger können nun einen Teil ihrer Gewinne realisieren. Langfristig bleibt das Papier aussichtsreich. Mit dem Galileo-Auftrag schwillt das Auftragsbuch der Bremer, die zuletzt einen Jahresumsatz von gut 230 Millionen erzielten, auf deutlich über eine Milliarden Euro, an. Damit ist der Konzern mindestens für die kommenden fünf Jahre ausgelastet.
Quelle: boerseonline
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