Wenn es so richtig zur Sache geht, trennt sich auch an der Börse die Spreu vom Weizen. Die Performance der einzelnen Aktien und Indizes während der vergangenen Crashwochen bestätigt dies eindrucksvoll.
Schon der Blick auf die DAX-Familie zeigt gravierende Unterschiede. Während der
DAX selbst seit Ende Juli knapp ein Viertel seines Wertes einbüßte, hielten sich die Verluste beim
MDAX (19 Prozent) und
TecDAX (15 Prozent) im Vergleich dazu in Grenzen. Noch weiter auseinander ging die Schere in diesem Zeitraum bei den jeweiligen Indexmitgliedern.
Auf der einen Seite kam es bei zahlreichen Aktien zu Kursrückgängen von deutlich über 30 Prozent. Auf der anderen Seite verbuchten einige wenige Titel unter dem Strich sogar ein kleines Plus. Auf diese Differenzen können mutige Anleger mit Hebelpapieren wetten.
Ein klarer Branchentrend ist zunächst nicht zu erkennen. Während die Aktie des Immobilienkonzerns
IVG seit Ende Juli zum Beispiel mehr als 40 Prozent in den Keller rauschte, zählen die Titel der Deutschen Euroshop zu den wenigen Gewinneraktien im bisherigen Monatsverlauf. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Solarunternehmen, wo Roth & Rau positiv herausragt, während Conergy und Solarworld überdurchschnittlich schlecht abgeschnitten haben.
Auffällig ist jedoch, dass sich viele der allgemein als "defensiv" geltenden Werte zuletzt vergleichsweise gut geschlagen haben. Dazu zählen Unternehmen, deren Ergebnisse möglichst wenig von konjunkturellen Schwankungen betroffen sind.
Beiersdorf,
Fielmann, die
Fresenius-Gruppe oder
Rhön-Klinikum sind solche Kandidaten.
Hier fielen die Kursrückgänge mit Werten zwischen rund vier und zwölf Prozent entsprechend gering aus. Die sogenannten Zykliker wie Auto- oder Stahlhersteller hingegen gerieten wesentlich stärker unter Druck, was sich vor allem mit der zunehmenden Angst vor einer deutlichen Abkühlung der Weltkonjunktur begründen lässt. Zudem sind viele dieser Werte davor besonders gut gelaufen, sodass Anleger hier oftmals auch noch Gewinne mitnehmen konnten.






















