04.01.2010
BHP Billiton trennt sich schrittweise vom Nickel-Geschäft.
BHP Billiton trennt sich schrittweise vom Nickel-Geschäft.
Foto: Getty

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BHP Billiton konzentriert sich aufs Wesentliche

von Maximilian Pisacane

Der Bergbaukonzern profitiert von der fortschreitenden Industrialisierung der aufstrebenden Länder. Daher trennt er sich von unlukrativen Geschäften.

Der britisch-australische Bergbaukonzern BHP Billiton will sich Anfang 2010 weiter aus der Nickelproduktion zurückziehen. Schon in den vergangenen Monaten hat der Minenkonzern, der etwa ein Zehntel des weltweiten Nickel-Aufkommens produziert, zwei Sparten veräußert und will nun seine 40-prozentige Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen auf den Philippinen an den Partner Asiaticus Management veräußern. Medienberichten zufolge dürfte das zwischen drei und sieben Milliarden Dollar in die Kassen von BHP spülen.

Die deutlichsten Umsatzeinbrüche habe der Konzern vor allem bei Nickel verbuchen müssen, meint Andrea Großmann von der National-Bank. „Die Konzentration auf Kernbereiche macht daher Sinn“, meint ein Frankfurter Börsenhändler. Schließlich kooperiert BHP Billiton erst seit Kurzem mit Rio Tinto beim Abbau von Eisenerz in Westaustralien. Marktbeobachter halten das für recht unorthodox, gemeinsam Erz abzubauen und es dann getrennt zu vermarkten. Gut möglich also, dass das nur ein Zwischenschritt ist, um die Kartellbehörden ruhig zu halten. Wahrscheinlich wird das Geld aus dem Nickel-Verkauf für weitere Expansionen genutzt.

10 Milliarden Dollar für neue Projekte

Probleme hat BHP derzeit jedoch bei dein Verhandlungen in China und Japan über die Löhne in den Kupferhütten. Erwartet wird eine Kürzung von über 40 Prozent – wogegen sich die Hütten allerdings wehren. Doch selbst wenn die Lohnabschlüsse nicht zur Zufriedenheit des BHP-Managements ausfallen sollten, so dürfte das den Konzern nicht kratzen, denn der stark gestiegene Kupferpreis sorgt für größere Margen.

Analystin Großmann glaubt, dass BHP Billiton angesichts der fortschreitenden Urbanisierung und Industrialisierung in den aufstrebenden Länden längerfristig gute Wachstumsperspektiven besitze, die der Konzern dank der soliden finanziellen Situation wohl auch weiterhin mit Investitionen unterlegen könne. So sollen im laufenden Fiskaljahr weitere 10 Milliarden Dollar in neue Projekte investiert werden. Die angekündigte Erhöhung der Dividende auf 81 US-Cents unterstreiche die finanzielle Solidität sowie die Zuversicht des Konzerns in die längerfristigen Perspektiven.

Steckbrief

WKN

908101

Aktueller Kurs

23,05 €

Ziel

25,50 €

Stopp

17,70 €

Veränd. z. Vortag

3,22%


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Quelle: FMH-Finanzberatung
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