Axel Retz ist seit mehr als 25 Jahren Chefredakteur von Börsenmagazinen und Börsendiensten und betreibt das Portal
private-profits. Konservative Anleger finden dort seit Jahren bewährte, treffsichere Strategien zur Outperformance der Märkte in Hausse- und Baissephasen. Aggressivere Trader finden alle notwendigen Tools, um mit kleinem Einsatz kurzfristige Gewinne zu erzielen. "Phasen, in denen sich keine Gewinne erzielen lassen, das sind die Seitwärtsmärkte. Aber sie sind nichts anderes als Unterbrechungen im Trendverhalten. Technische oder fundamentale Analyse? Für mich macht es die Mischung!"
Bevor wir uns mit dieser wirklich außergewöhnlich viel versprechenden Aktie befassen, ein kurzer Blick aufs närrische Treiben. Da soll sich noch einer einen Reim drauf machen: Mäusekot in Müllerbrot, mit der Elektrizitätsversorgung des Landes spielende Stromhändler, brennende Deutschlandfahnen in Athen. Und dann natürlich noch das Staatsoberhaupt. Musste der geschmeidige Umgang des Bundespräsidenten mit seiner Vergangenheit wirklich erst ein Ende nehmen, nachdem die Staatsanwaltschaft die Aufhebung seiner Immunität beantragte? Brauchte es wirklich erst das Eingreifen der Strafverfolgungsbehörden, um der Kanzlerin den auf die Kraft des Vergessens vertrauenden Bundespräsidenten aus dem trügerischen Himmel der Bussi-Bussi-Gesellschaft vor die Füße fallen zu lassen?
Und wie traurig ist es denn, dass die Mehrheit der Bevölkerung bis zuletzt an Wulff festhielt, einfach weil sie der Überzeugung ist, dass charakterliche Integrität ohnehin so gut wie immer ein Ausschlusskriterium für das Erklimmen höherer und höchster Stufen der politischen Karriereleiter darstellt?
Für die Börse war der Rücktritt des Bundespräsidenten kein Thema, womit sie der ökonomischen Bedeutung dieses Amtes adäquat Tribut zollte. Verschwörungstheorien, dass der Rücktritt Wulffs wie der seines Vorgängers in Zusammenhang mit seiner ablehnenden Haltung zur Rettungsmaschinerie der Bundesregierung stand, wollen wir hier einmal außen vor lassen. Der Brückenschlag zum aktuellen politischen Geschehen liegt jedoch auf der Hand. Denn wäre Wulff seinen bisherigen Statements treu geblieben, wären ausufernde finanzielle Hilfsmaßnahmen für klamme EU-Staaten oder auch Euro-Bonds mit ihm nicht zu machen gewesen.






















