Ich kann Herrn Retz nur zustimmen. Wer in der Asienkrise 1998/99 den Mut hatte, sich in Thailand oder Indonesien zu engagieren, konnte ebenfalls seinen Einsatz vervielfachen.
Empfehlung: nach dem cost-average-prinzip eindecken; das ist sinnvoller, als zu versuchen, das absolute Tief genau zu erwischen.
Axel Retz ist seit mehr als 25 Jahren Chefredakteur von Börsenmagazinen und Börsendiensten und betreibt das Portal
private-profits. Konservative Anleger finden dort seit Jahren bewährte, treffsichere Strategien zur Outperformance der Märkte in Hausse- und Baissephasen. Aggressivere Trader finden alle notwendigen Tools, um mit kleinem Einsatz kurzfristige Gewinne zu erzielen. "Phasen, in denen sich keine Gewinne erzielen lassen, das sind die Seitwärtsmärkte. Aber sie sind nichts anderes als Unterbrechungen im Trendverhalten. Technische oder fundamentale Analyse? Für mich macht es die Mischung!"
Vor einer, wie ich meine, erstaunlichen Kür wollen wir heute mit der Pflicht beginnen und uns zwei Indikatoren anschauen, die Sie schon kennen und an deren rotem Faden wir in der Regel eine gute Orientierung im Labyrinth der Märkte finden. Der erste bildet die Nachfrage der US-Anleger nach Börsenkrediten ab. Wie früher bereits dargestellt, nagelt kein anderer Indikator die wirklich wichtigen Trendwenden der Wall Street (und damit auch der deutschen Börsen) dermaßen perfekt fest. Wie gut das in der Praxis funktioniert, zeigt der direkte Vergleich des Indikators mit dem DAX:
In der abgelaufenen Woche ist die Nachfrage nach Aktienkäufen auf Pump in den USA minimal zurückgegangen, befindet sich aber damit weiter in der Schwebe. Schafft er den Sprung über 274, schalten die Börsenampeln wieder auf Grün, driftet er unter 260 ab, dürfte sich das Börsenklima eintrüben. In etwas tieferes Wasser freigeschwommen hat sich indes jetzt die Anzahl neuer Jahreshöchst- minus neuer Jahrestiefststände am deutschen Aktienmarkt.
Als ich diesen Indikator vor zwei Wochen abbildete, lag er noch genau bei Null. Seitdem hat sich die Waage am Markt also deutlich in Richtung der Bullenseite geneigt, ohne bis jetzt aber auch nur ansatzweise auf eine Überhitzung hinzuweisen. Kurzfristige Korrekturen schließt das natürlich ganz und gar nicht aus, die Optimisten haben derzeit aus diesem Blickwinkel aber die besseren Argumente. Soweit die „Pflicht“, nun zur Kür.

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