Es heißt: Das gleiche Auto aber derselbe Tag
und
soweit wie aber weiter als...
ok es ging ja nicht um Bildung sondern um Meinung.
Axel Retz ist seit mehr als 25 Jahren Chefredakteur von Börsenmagazinen und Börsendiensten und betreibt das Portal
private-profits. Konservative Anleger finden dort seit Jahren bewährte, treffsichere Strategien zur Outperformance der Märkte in Hausse- und Baissephasen. Aggressivere Trader finden alle notwendigen Tools, um mit kleinem Einsatz kurzfristige Gewinne zu erzielen. "Phasen, in denen sich keine Gewinne erzielen lassen, das sind die Seitwärtsmärkte. Aber sie sind nichts anderes als Unterbrechungen im Trendverhalten. Technische oder fundamentale Analyse? Für mich macht es die Mischung!"
Dass zu viele Informationen letztlich zu weniger Informiertheit führen, ist ein alter Hut. Das Schlimme daran ist, dass sich der Konsument all dieser News bestens im Bilde fühlt, in Wirklichkeit aber kaum noch in der Lage ist, die ihm dargebotenen Daten, Analysen und Statements richtig aufzunehmen, geschweige denn zu interpretieren.
Hier die vier schönsten und erheiterndsten Beispiele der vergangenen Woche:
Erstens: Die Anleger hierzulande bejubelten die Januar-Arbeitsmarktdaten in den USA. Wie ich schon in der vergangenen Woche ausgeführt habe, ist es alles andere als neu, dass sich amerikanische Konjunkturdaten in Wahljahren wie von Geisterhand verbessern.
Etwas anderes ist viel lustiger: Nach den Zahlen der Deutschen Bundesbank fanden von den deutschen Ausfuhren in den vergangenen drei Monaten lediglich sieben Prozent den Weg in die USA, mehr als das Zehnfache dessen jedoch wurde in die europäischen Nachbarländer exportiert. Wären die Anleger bei Trost, müssten sie die konjunkturellen Vollbremsungen etwa in Frankreich, Italien, Spanien und Irland und die aus dem Ruder laufende (Jugend-)Arbeitslosigkeit dort entsprechend würdigen, da sie für die Unternehmensgewinne der deutschen Produzenten eine erheblich größere Rolle spielen. Stattdessen ziehen sie es vor, die politischem Zweckkalkül folgenden US-Arbeitsmarktdaten mit stehenden Ovationen zu feiern.
Zweitens: Der Rückversicherer Munich Re wies am Donnerstag für 2011 einen deutlichen Gewinnrückgang aus, rechnet aber für 2012 mit einem "durchschnittlichen Schadenverlauf". Die Anleger honorierten auch das und schoben die Aktie des Rückversicherers im Vergleich zum DAX überproportional stark nach oben. Wobei sich die Frage aufdrängt, wer hier einfältiger ist: ein Unternehmen, das Aussagen über eine völlig unvorhersehbare Entwicklung abgibt oder ein Anleger, der diese Aussagen tatsächlich als Kaufargument betrachtet?

Was die Leser sagen
Ein Event für die Anstalt !!!!!!!!!!
Exzellente tiefschärfende Analyse mit dem Fazit: Nix jenaues weeß mann nit. Kölle Allaaf!
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