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23.12.2011
 CAPITAL-SERIE Triple A für Ihr Depot

Welche Anlagestrategie verspricht für das kommende Jahr die besten Aussichten? In dieser Miniserie stellen wir die wichtigsten Tipps für satte Renditen und sichere Werte vor.


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Foto: Getty
Investor-Artikel

Aktienmarkt 2012

Wahre Werte

von Heinz-Peter Arndt

Auch in unsicheren Zeiten gibt es sichere Erträge - sogar bei Aktien. Dividendenstarke Papiere bieten mehr Rendite als Anleihen. Worauf Sie 2012 achten müssen.

Currywurst oder Schaschlik - viel mehr Auswahl gab es vor 40 Jahren für deutsche Fast-Food-Freunde nicht. Allenfalls noch ein Hendl vom Wienerwald. Das änderte sich erst 1971: Im Dezember eröffnete die US-Restaurantkette McDonald's ihr erstes Lokal in München. Heute betreibt der Burgerbrater hierzulande 1400 Läden, weltweit 30.000.

All die Schmähkritik von Gourmets und Gesundheitsaposteln konnte dem amerikanischen Unternehmen nichts anhaben. Das zeigt sich auch an der Börse. McDonald's erfreute seine Aktionäre mit steigenden Dividenden, in den vergangenen fünf Jahren als bester Dow-Jones-Wert mit einem Kursplus von 125 Prozent. Selbst im Krisenjahr 2011 sind es rund 15 Prozent.

Starke Marke, gewinnträchtiges Wachstum: Nicht alle Unternehmen verfügen über so ein solides Geschäftsmodell wie die Burgerkette. Denn anders als bei McDonald's enttäuscht die Kursentwicklung vieler Aktien in den letzten Monaten. DAX-Abstürze von bis zu 14 Prozent binnen einer Woche strapazierten die Nerven - und das Depot. Auf Jahressicht beträgt das Minus gut zehn Prozent.

Noch schlechter schneiden Resteuropa und einige Emerging Markets ab. Viele Anleger kehren den Aktienmärkten gestresst den Rücken. Das zeigt auch die Absatzbilanz deutscher Aktienfonds. Im dritten Quartal 2011 gaben Anleger nach der Statistik des Branchenverbands BVI netto knapp 2 Mrd. Euro zurück. Das jedoch könnte ein Fehler sein, glaubt Jens Wilhelm, Chefanlagestratege der Fondsgesellschaft Union Investment. Er ist überzeugt: "Selbst vorsichtige Anleger sollten zur Risikostreuung auf ertragsstarke Unternehmen mit hoher Dividendenrendite setzen, um laufende Erträge zu erzielen."

Renditen wie in den 80er-Jahren

Für solche Qualitätsaktien sprechen 2012 zwei Gründe: Zum einen die Renditeschwäche der Anlagealternativen. Käufer von traditionell risikolosen Papieren wie Bundesanleihen verdienen nach Abzug der Inflation nichts mehr. Oder müssen bei Staatsanleihen der Euro-Peripheriestaaten für das Mehr an Rendite hohe Risiken eingehen. Zum anderen sind Aktien, die durch regelmäßige Dividendenzahlungen stete Erträge liefern, gerade für mittelfristig orientierte Anleger attraktiv, die kurzfristige Kurskapriolen aussitzen können. Das gilt umso mehr, weil heimische Aktiengesellschaften zum zweiten Mal seit den 70er-Jahren wieder deutlich mehr ausschütten, als deutsche Staatspapiere derzeit bieten.

Bei der Dividende sind Unternehmen oft sogar großzügiger als bei den Zinskupons, die sie für ihre eigenen Anleihen bieten. Nach Schätzungen der Commerzbank werden die 30 DAX-Konzerne im Frühjahr für das abgelaufene Jahr 2011 rund 27 Mrd. Euro ausschütten. Die Dividendenrendite liegt beim aktuellen Börsenstand im Schnitt bei vier Prozent. "Damit knüpfen die Ausschüttungen wieder an das Niveau der frühen 80er-Jahre an", erklärt Andreas Utermann, weltweiter Chefanlagestratege von Allianz Global Investors.

Wie wichtig regelmäßige Dividendenzahlungen für die Wertentwicklung sind, zeigt ein Blick auf die Aktienmarktrendite der vergangenen 40 Jahre: Knapp zehn Prozent pro Jahr erzielten Anleger in diesem Zeitraum in Europa und den USA - rund 40 Prozent davon dank Dividenden.

Die Chancen auf Kurssteigerungen gibt es derzeit beim Aktienkauf gratis dazu. Obwohl sich aktuell die Gewinne zahlreicher deutscher, europäischer und amerikanischer Konzerne auf historischen Höchstständen befinden, spiegelt sich das in den Aktienkursen nicht wider. Zu groß ist die Unsicherheit über die weitere Entwicklung. "Deshalb sind Aktien vor allem in Europa günstig bewertet", erklärt Wilhelm. "Das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Euro Stoxx 50 liegt unter zehn, der langfristige Durchschnitt dagegen bei 14."

Noch niedriger fiele die Kennzahl aus, wenn die Prognosen vieler Analysten eintreten, dass die Firmen auch 2012 zweistellige Gewinnzuwächse erzielen. Angesichts der weltweiten Konjunkturverlangsamung ist das dem Anlagestrategen Wilhelm für den Gesamtmarkt zu hoch gegriffen. "Aber selbst bei nachlassender Konjunktur dürften die meisten globalen Konzerne 2012 ihre Umsätze und Erträge zumindest stabil halten. Anders als im Jahr der Lehman-Krise sind sie auf eine Schwächephase gut vorbereitet."


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Quelle: Smarthouse Media, SIX Telekurs
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Quelle: FMH-Finanzberatung
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