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05.01.2012
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Investor-Artikel

Aktienmarkt 2012

Abwärts war gestern

von Isabel Gomez

Die Einschätzungen der meisten Analysten hinsichtlich der Entwicklung der Aktienmärkte im gerade begonnenen Jahr strotzen zwar nicht vor Euphorie. Sie geben aber Hoffnung darauf, dass Anleger in den kommenden zwölf Monaten gute Renditen einfahren können. Ein Überblick.

Es klingt paradox: 2012 könnte gerade deshalb zu einem guten Jahr für die Aktienmärkte werden, weil die meisten Anleger den Wirtschaftsabschwung des alten Jahres womöglich überschätzt und die Börsen über Gebühr auf Talfahrt geschickt haben. So ging es für die Börsen der Schwellenländer 2011 um knapp 25 Prozent abwärts, in Europa wurden Verluste von 15 Prozent verzeichnet.

Jetzt wiederum sind die meisten Analysten, Volkswirte und Fondsexperten deutlich optimistischer, als es der Blick auf die Schuldenkrisen in Europa und auch den USA nahelegt. Moderate Bewertungen, eine bereits eingepreiste Wachstumsdelle und die zuletzt weltweit große Scheu vor Aktien sind durchaus gute Voraussetzungen dafür, dass die Kurse 2012 anziehen. Dem DAX trauen Strategen jedenfalls im Schnitt einen Anstieg um knapp zehn Prozent auf 6440 Punkte zu.

Zwar glaubt kaum ein Experte, dass Europa um eine Rezession herumkommt, zumal viele einzelne Länder bereits mittendrin sind. Viele trauen aber wie schon 2008/2009 Asien zu, die Rolle des Zugpferds der Weltwirtschaft zu übernehmen. So sagen die Analysten der DZ Bank und von Merrill Lynch der Weltwirtschaft für 2012 ein vor allem von Fernost getragenes Wachstum von 3,5 Prozent voraus - auch das ein guter Nährboden für steigende Aktienkurse.

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Dass die Börsen weltweit einen Turbostart hinlegen, ist aber unrealistisch. Zu Jahresbeginn werde sich die unruhige Stimmung, ausgedrückt in stark schwankenden Kursen, zunächst fortsetzen, sagt Peter Reichel, Anlagestratege der Berenberg Bank. Er glaubt, dass die Kurse erst im April oder Mai anziehen. Dann aber sei mit deutlicher Entspannung zu rechnen.

Ähnlich argumentieren die eigentlich stets so pessimistischen Kapitalmarktanalysten der Helaba. Sie gehen davon aus, dass der "gordische Knoten" in Europa im Jahresverlauf platzt und sich der DAX, der am vergangenen Freitag mit 0,28 Prozent geschlossen hatte, an 7000 Punkte heranrobbt.

Auch für die übrigen europäischen Indizes sind die Strategen optimistisch. Europas Auswahlindex Euro Stoxx 50 sehen Analysten Ende 2012 im Schnitt bei 2450 Punkten und damit um rund 6 Prozent höher als noch Ende 2011. Die Helaba sieht den Euro Stoxx 50 sogar bei 2600 Zählern.


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Quelle: Smarthouse Media, SIX Telekurs
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Festgeld (12 Monate)1,53%0,50-3,00%
Sparbriefe (4 Jahre)1,67%0,45-3,25%
Girokonto (Dispo)11,04%5,50-13,81%
Ratenkredite (36 Monate)6,82%4,33-11,99%
Quelle: FMH-Finanzberatung
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