Was verbindet den DDR-Klassiker Trabant mit den iPads von
Apple? Beide zeichnen sich durch lange Wartezeiten aus. Zwar müssen Kunden auf den Tablet-Computer nur etwa vier Wochen warten, während sich Autofahrer in der DDR schon mal zehn Jahre oder länger gedulden mussten.
Aber bei beiden Produkten war beziehungsweise ist die Nachfrage höher als das Angebot. Da die Wall Street Apple derzeit alles verzeiht, wurden die jüngsten Lieferengpässe des iPad auch nicht negativ, sondern als weiteres "bullishes" Signal ausgelegt.
Die Analysten an der Wall Street haben sich dabei in drei Lager aufgeteilt: den 400er-, den 500er- und den 600er-Klub. Die aggressivste Bewertung hält Brian White von Ticonderoga, der nach den jüngsten Quartalszahlen sein Kursziel von 550 auf 612 Dollar erhöht hat.
Derzeit notiert die Aktie bei 350 Dollar. 48 der 53 bei Bloomberg erfassten Apple-Analysten stufen den Titel mit "Kaufen" ein.
Apple-Erfolg beruht auf lediglich fünf Produkten
Über Apple wird viel geschrieben. Dennoch fasziniert der Erfolg immer wieder. Der basiert auf lediglich fünf Produkten. Dabei verbuchen iPhones, iPads, Macs und Apple-TV nach wie vor Wachstumsraten. Lediglich bei den digitalen Musikgeräten, den iPods, scheint der Höhepunkt überschritten. Marktsättigung und Kannibalisierung haben den Absatz gedrückt.
Apple-Produkte basieren auf teils gleichen Komponenten, was dem Konzern eine einzigartige Marktmacht gegenüber Zulieferern ermöglicht. Das hat sich zuletzt bei dem Erdbeben in Japan gezeigt. Während die Konkurrenz Produkteinführungen wegen Lieferengpässen verschieben musste, versicherte Tim Cook, der das operative Geschäft von Apple leitet, dass das Erdbeben keine Auswirkungen auf die Lieferungen haben werde.
Zudem kann das Management häufig bessere Konditionen aushandeln, weshalb bis heute kein alternativer Anbieter von Tablet-Computern einen geringeren Preis als die iPads anbieten kann.




















