12.03.2010
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Die Papiere der Maschinenhersteller gehören zu den Frühzyklikern - ihr Potenzial ist noch nicht ausgereizt.
Die Papiere der Maschinenhersteller gehören zu den Frühzyklikern - ihr Potenzial ist noch nicht ausgereizt.
Foto: Getty
Investor-Artikel

Industrie

Baumaschinenhersteller profitieren vom Aufschwung

von Lars Winter

Die Wirtschaftskrise hat die Baumaschinenbranche schwer getroffen. Nun zeigen sich erste Signale für eine Trendwende. Wir stellen fünf Unternehmen vor, die als Frühzykliker davon profitieren.

Zur Präsentation der Vorjahresbilanz hätte Herbert Ortner die geladene Journaille am liebsten gleich in den Petersdom gebeten. "Dort hätten wir eine Kerze anzünden und Gott dafür danken können, dass das Jahr 2009 endlich vorbei ist", sagte der Chef des österreichischen Kranherstellers Palfinger zur Begrüßung auf einem Pressetermin in Frankfurt.

Der Blick auf das Zahlenwerk, das Ortner im Gepäck hatte, untermauert seine göttliche Andacht. 2009 sank der Umsatz um 36 Prozent auf rund 500 Millionen Euro. Auf den stattlichen Vorjahresgewinn von 69 Millionen Euro folgte der Absturz in die roten Zahlen: Bei einem Verlust von fünf Millionen Euro können sich die erfolgsverwöhnten Aktionäre eine Dividende abschminken.

Mit voller Wucht traf die Wirtschaftskrise die gesamte Baumaschinenbranche. Rückläufige Bauaufträge sorgten 2009 für überproportional schwache Verkaufszahlen im Maschinengeschäft. Laut Umfrage des Bundesverbands der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen (BBI) sank der Gesamtumsatz der Händler und Vermieter von Baumaschinen in Deutschland um 20 Prozent. Besonders kräftig fiel der Umsatzrückgang beim Verkauf neuer Maschinen aus.

Der im MDAX notierte Bau- und Maschinenbaukonzern Bauer rechnet deshalb in seiner Maschinensparte mit einem Umsatzschwund von 30 Prozent und deutlichen Gewinneinbußen. Beim Konkurrenten Wacker Neuson SE sieht die Lage nicht besser aus. Vorstandschef Georg Sick kündigte für 2009 wegen der schwächeren Auftragsentwicklung den ersten Verlust der Firmengeschichte an. Bei Palfinger kamen im Vorjahr im wichtigen Kranbereich die Kundenbestellungen fast vollständig zum Erliegen.

Ortner schaut dennoch optimistisch in die Zukunft: "2009 ist Vergangenheit, seit einigen Monaten belebt sich die Auftragslage spürbar." Viele Kunden hätten im Vorjahr ihre Lagerbestände weitgehend abgebaut und könnten mittelfristig nur noch über Neubestellungen ihren Ersatzbedarf decken, glaubt der Firmenchef.

Palfinger hatte zudem frühzeitig mit einem 30 Millionen Euro schweren Kostensenkungsprogramm auf die Krise reagiert. "Die verbesserte Finanzstruktur ermöglicht uns sogar wieder Spielraum für Zukäufe", sagt Finanzvorstand Christoph Kaml.


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Quelle: FMH-Finanzberatung
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