In Jahren vor der Finanzkrise waren Rohstoffwerte und Schiffsaktien die Lieblinge der Anleger. Beide sind extrem zyklische Werte, die mit dem Anstieg der globalen Konjunktur im Kurs anziehen. Während sich aber Kupfer- oder Stahlwerte zu Recht gut erholt haben, stellt sich bei Schiffsgesellschaften wie
Frontline oder
OSG ein großes Fragezeichen. Das Problem: In der Regel braucht es drei Jahre, neue Schiffe zu bauen. Auf der Hochzeit der Branche in 2007 orderten die Gesellschaften wie verrückt neue Modelle. Der Effekt ist beunruhigend: Je nach Analyst sollen in 2010 bis zu 1400 neue Schiff aufs Meer kommen. Der Durchschnitt liegt auf Sicht von fünf Jahren bei 283.
Anleger hoffen bislang, dass die Angebotswelle ausbleibt und Gesellschaften die Aufträge stornieren oder verzögern. Das erklärt die zum Teil hohen Bewertungen. Bradley Purcell vom Hedgefonds Goodnow ist anderer Meinung. Er sieht eine im Ölmarkt nur schwach anziehende Nachfrage, während das Angebot an Frachtkapazitäten um 30 Prozent steigt. Er setzt auf fallende Kurse vor allem beim Tankergesellschaft Frontline. "Die schlechten Nachrichten werden kommen", sagt Purcell.
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