05.03.2010
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Der Hedgefonds TCI setzt auf den Bahnbetreiber Union Pacific.
Der Hedgefonds TCI setzt auf den Bahnbetreiber Union Pacific.
Foto: Getty
Investor-Artikel

US-Aktien

Erfolgreiche Trittbrettfahrer in den USA

von Egmond Haidt

Viele Anleger beobachten genau, bei welchen Papieren Hedge-Fonds zugreifen. Sie vertrauen auf das Geschick der Profis. Das Trittbrettfahren wird ihnen sogar leicht gemacht: Großinvestoren in Amerika müssen ihre Käufe veröffentlichen.

Für Milliardär T. Boone Pickens erwies sich die Investition in Smith International als Volltreffer. Die Ölservicefirma wurde im Februar vom Konkurrenten Schlumberger übernommen, mit einem Kursaufschlag von mehr als 30 Prozent. So konnte Pickens seine Anteile vergolden, die er erst Ende 2009 übernommen hatte.

Was es einfach Glück oder ein gutes Gespür? Viele Anleger beobachten jedenfalls genau, bei welchen Papieren Hedge-Fonds und andere institutionelle Investoren zugreifen. Sie spekulieren darauf, dass die Profis ein besseres Händchen besitzen. Und das Trittbrettfahren ist leicht: Investoren, die mehr als 100 Millionen Dollar verwalten, müssen nämlich innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende ihre Positionen der US-Börsenaufsicht SEC melden.

Auffällig ist, dass sich zuletzt viele Heuschrecken mit Citigroup-Aktien eindeckten. Paulson & Co., der Hedge-Fonds des Milliardärs John Paulson, hat seinen Bestand auf 506,7 Millionen Anteile aufgestockt. George Soros ist mit 94,7 Millionen Aktien bei der angeschlagenen US-Bank eingestiegen. 138 Millionen Papiere erwarb Eton Park Capital Management. Mit einem Jahresschlusswert von 457 Millionen Dollar war Citigroup die größte Position in dem Hedge-Fonds, den der ehemalige Goldman-Sachs-Manager Eric Mindich 2004 gegründet hat.

"Wenn die Hedge-Fonds einsteigen, dürfte die Aktie Potenzial haben", sagt Christian Thwaites, Fondsmanager bei Sentinel Investments. Im vierten Quartal haben die Finanzprofis für fast zehnmal so viel Geld Citigroup-Papiere gekauft, wie sie verkauft haben.

Das deckt sich mit dem Gesamtbild. Die Börsenprofis haben das vierte Quartal genutzt, um ihre Bestände an zyklischen Titeln, etwa Energie-, Industrie- und Finanzwerte, aufzustocken. "Wer wie wir glaubt, dass die Rezession Mitte 2009 geendet hat, sollte in Unternehmen investiert sein, die am stärksten von der Konjunkturerholung profitieren", sagt Philip Orlando, Aktienstratege bei Federated Investors in New York. Hingegen standen defensive Werte wie Versorger, Telekomfirmen und Gesundheitsaktien auf den Verkaufslisten.


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Quelle: FMH-Finanzberatung
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