02.03.2010
Seite  1 | 2

Für das laufende Geschäftsjahr ist Schindler optimistisch und stellt höhere Aufträge in Aussicht.
Für das laufende Geschäftsjahr ist Schindler optimistisch und stellt höhere Aufträge in Aussicht.
Foto: Getty
Investor-Artikel

Aufzugshersteller

Schindler überzeugt Anleger

von Christian Ingerl

Schindler ist Marktführer für Rolltreppen. Selbst in Krisenzeiten konnte das Unternehmen noch zulegen. Wachsende Margen und höhere Umsätze sprechen zudem für die Aktie. Aber auch die Konkurrenz kann sich sehen lassen.

Ein Kreuzfahrtschiff wie die Queen Mary 2 gibt ein gutes Referenzobjekt ab. Nicht nur für die Werft, sondern auch für die beteiligten Innenausrüster. Zu ihnen gehört etwa Schindler. Der Schweizer Aufzugshersteller hat das aus 17 Decks bestehende Schiff mit 35 Fahrstühlen und acht Spezialfahrtreppen ausgestattet.

Im Alltagsgeschäft bewegt sich Schindler meist auf festem Boden. Die Eidgenossen rüsten Flughäfen sowie Wohn- und Geschäftshäuser mit Aufzügen und Rolltreppen aus. Bei Rolltreppen ist der Konzern weltweit die Nummer eins, bei Liften rangiert er an zweiter Stelle hinter dem US-Rivalen Otis. Mehr als 900 Millionen Menschen nutzen täglich Geräte von Schindler.

Hoffnung ruht auf Asien

Die Wirtschaftskrise ging jedoch auch an Schindler nicht spurlos vorbei. Nach fünf Jahren Wachstum sank der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr erstmals wieder, wobei die Auswirkung auf den Ertrag moderat ausfiel. Aufgrund eines rigorosen Kostenmanagements erzielte der Industriekonzern einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 974 Millionen Schweizer Franken (665 Millionen Euro) . Das entspricht einer Rendite von 7,7 Prozent - der höchsten in der Unternehmensgeschichte.

Der Auftragseingang entwickelt sich jedoch schwach. Das Ordervolumen ging 2009 um 9,1 Prozent auf 8,4 Milliarden Franken zurück. Insbesondere aus den USA, Spanien, Großbritannien, Australien und einigen osteuropäischen Ländern blieben Neubestellungen aus. Laut Konzernchef Jürgen Tinggren handelt es sich dabei aber überwiegend um Verzögerungen und nicht um Stornierungen.

Für das laufende Geschäftsjahr ist Tinggren daher optimistischer und stellt wieder höhere Aufträge in Aussicht. Bereits im Abschlussquartal legten die Order um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Die Hoffnung ruht vor allem auf Asien, wo der Wohnungsmarkt zuletzt wieder deutlich an Dynamik gewonnen hat. Um in dem Markt noch stärker mitmischen zu können, haben die Luzerner kürzlich den Lifthersteller Saudi Elevator übernommen.


Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel


Ihre Meinung

Ihr Name
Ihre Email-Adresse (wird nicht veröffentl.)
Betreff
Ihr Kommentar



 
Capital - Suche
 
Marktinformationen

DAXTecDAXDowNAS
Chart
DAX TopsDiff %
Commerzban
ThyssenKru
Deutsche B
Flops
Infineon
adidas
Fresenius
DAX 6.748,76-0,08%
TecDAX 773,61+1,29%
MDAX 10.316,35+0,10%
DOW 12.883,95+0,04%
NASDAQ 2.545,72+0,54%
EUR/US 1,3259-0,02%
GOLD 1.746,00+1,28%
 Quelle: vwd netsolutions GmbH
Alle Zinsen auf einen Blick
Wo Sie günstig finanzieren können und welche Anbieter Sparern die höchsten Renditen bieten.
ProduktMittel-
wert
Spanne
Baugeld (10 Jahre fest)3,03%2,68-4,90%
Tagesgeld (5.000 Euro)1,72%0,22-3,00%
Festgeld (12 Monate)1,79%0,75-3,16%
Sparbriefe (4 Jahre)1,89%0,56-3,50%
Girokonto (Dispo)11,24%5,50-14,50%
Ratenkredite (36 Monate)6,96%4,70-11,61%
Quelle: FMH-Finanzberatung
Wohn- und Ferienimmobilien-Kompass
PartnerangebotImmobilien suchen in ...
Wohnquartier Report
Suche

Professionelle Bewertung der Wohnumgebung von Immobilien.

PLZ
Ort
Straße, Nr.