Ein Kreuzfahrtschiff wie die Queen Mary 2 gibt ein gutes Referenzobjekt ab. Nicht nur für die Werft, sondern auch für die beteiligten Innenausrüster. Zu ihnen gehört etwa Schindler. Der Schweizer Aufzugshersteller hat das aus 17 Decks bestehende Schiff mit 35 Fahrstühlen und acht Spezialfahrtreppen ausgestattet.
Im Alltagsgeschäft bewegt sich Schindler meist auf festem Boden. Die Eidgenossen rüsten Flughäfen sowie Wohn- und Geschäftshäuser mit Aufzügen und Rolltreppen aus. Bei Rolltreppen ist der Konzern weltweit die Nummer eins, bei Liften rangiert er an zweiter Stelle hinter dem US-Rivalen Otis. Mehr als 900 Millionen Menschen nutzen täglich Geräte von Schindler.
Hoffnung ruht auf Asien
Die Wirtschaftskrise ging jedoch auch an Schindler nicht spurlos vorbei. Nach fünf Jahren Wachstum sank der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr erstmals wieder, wobei die Auswirkung auf den Ertrag moderat ausfiel. Aufgrund eines rigorosen Kostenmanagements erzielte der Industriekonzern einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 974 Millionen Schweizer Franken (665 Millionen Euro) . Das entspricht einer Rendite von 7,7 Prozent - der höchsten in der Unternehmensgeschichte.
Der Auftragseingang entwickelt sich jedoch schwach. Das Ordervolumen ging 2009 um 9,1 Prozent auf 8,4 Milliarden Franken zurück. Insbesondere aus den USA, Spanien, Großbritannien, Australien und einigen osteuropäischen Ländern blieben Neubestellungen aus. Laut Konzernchef Jürgen Tinggren handelt es sich dabei aber überwiegend um Verzögerungen und nicht um Stornierungen.
Für das laufende Geschäftsjahr ist Tinggren daher optimistischer und stellt wieder höhere Aufträge in Aussicht. Bereits im Abschlussquartal legten die Order um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Die Hoffnung ruht vor allem auf Asien, wo der Wohnungsmarkt zuletzt wieder deutlich an Dynamik gewonnen hat. Um in dem Markt noch stärker mitmischen zu können, haben die Luzerner kürzlich den Lifthersteller Saudi Elevator übernommen.































