23.02.2010
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Hamborner REIT ist als Immobilienbestandshalter tätig.
Hamborner REIT ist als Immobilienbestandshalter tätig.
Foto: HAMBORNER REIT AG
Investor-Artikel

Empfehlung

Hamborner wandelt sich zum REIT

von Nikolaus von Raggamby

Die Immobiliengesellschaft ist nun dritter steuerbegünstigter Immobilientrust in Deutschland. Der Vorstand bekräftigt im Interview die Wachstumsziele und schließt eine Kapitalerhöhung 2010 nicht aus. Anleger können von einer hohen Dividende profitieren.

Nun ist es offiziell: Seit heute firmiert die Immobiliengesellschaft Hamborner offiziell als Real Estate Investment Trust – kurz REIT. REITs sind börsennotierte Immobiliengesellschaften, die keine Körperschaft- oder Gewerbesteuer zahlen müssen, sofern sie mindestens 90 Prozent ihres Gewinns ausschütten. Die Hamborner REIT ist damit die dritte Gesellschaft in Deutschland, die sich offiziell als steuerbegünstigte Immobilienaktiengesellschaft umgewandelt hat.

Trotz steuerlicher Anreize führt der Markt bis heute ein Schattendasein. So sind mit Alstria Office und Fair Value lediglich zwei solcher Vehikel an der Börse notiert, neun Unternehmen firmieren weiterhin als Vor-REIT. Von den 130 Milliarden Euro, die Lobbyisten vor drei Jahren als potenzielles Marktvolumen angegeben hatten, sind nach Berechnungen der Interessengemeinschaft REITs Deutschland lediglich zwei Milliarden Euro genutzt worden.

Laut Hamborner-Vorstand Rüdiger Mrotzek will die Gesellschaft durch die Umwandlung vor allem internationale Investoren anlocken. Das könnte sich für Anleger lohnen. „Trotz der tiefen Rezession war unsere Geschäftsentwicklung sehr stabil. Die Krise hat uns im Kern nicht getroffen“, erläutert Mrotzek. Das belegen auch die vorläufigen Abschlusszahlen für das Jahr 2009: Hamborner konnte die Miet- und Pachterlöse durch weitere Zukäufe gegenüber dem Vorjahr um 137 Prozent auf 22,4 Millionen Euro steigern. „Unsere Leerstandsrate beträt inklusive Mietgarantien zudem nur rund ein Prozent“, ergänz Mrotzek.

Hamborner REIT ist als Immobilienbestandshalter tätig und fokussiert sich auf Einzelhandelsobjekte in 1a-Lagen mittlerer deutscher Großstädte sowie auf Büroimmobilien an etablierten Standorten im ganzen Bundesgebiet. Nach dem Fair-Value-Ansatz beträgt das Portfolio derzeit rund 314 Millionen Euro.


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