Tipp 1
Überblick verschaffen Einzelne Portale bilden meist nur einen kleinen Teil des Marktes ab - der Nutzer läuft Gefahr, das günstigste Angebot zu verpassen. Deshalb empfehlen Kenner der Szene wie Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: "Vier oder fünf Portale anklicken." Damit sollte für ausreichend Transparenz gesorgt sein.
Tipp 2
Voreinstellungen prüfen Nicht immer ist das billigste Produkt das beste. Vergleichsportale wählen Voreinstellungen häufig so, dass vor allem optisch günstige Angebote oben stehen. Gerade die haben oft Tücken. Bei den meisten Stromtarifrechnern etwa landen jene Lieferanten oben, die Vorkasse und Kaution verlangen. Wer sich für so ein Produkt entscheidet, sollte sichergehen, dass der Anbieter seriös ist - sonst droht, was vielen Teldafax-Kunden passierte: Kaution und Vorkasse sind bezahlt, der Anbieter geht pleite und stellt die Stromlieferungen ein. Portale wie Verivox oder Check24 verweisen darauf, dass sie nur Firmen listen, die bei der Bundesnetzagentur registriert sind. Das ist aber kein Beleg für deren Seriosität. Die Netzagentur prüft Antragsteller nur oberflächlich. Beim Wechsel des Strom- oder Gasanbieters ist Verivox als Informationsquelle wertvoll - allerdings sind die Voreinstellungen "nicht im besten Sinne des Kunden gewählt", so Tom Küster von der Energieagentur NRW. Auch die Stiftung Warentest ist mit den Voreinstellungen "nicht glücklich", wie Stromexperte Thomas Müller sagt.
Tipp 3
Extras hinterfragen Viele Stromanbieter hübschen ihr Produkt durch Neukundenrabatte, Frei-Kilowattstunden oder Bonusversprechen auf. Auch das verbessert bei vielen Vergleichsportalen das Ranking. Aber Vorsicht: Wann und unter welchen Bedingungen fließt der Bonus? Ist er an eine lange Laufzeit gebunden? Manche Anbieter schneiden ihre Angebote exakt auf die Voreinstellungen der großen Portale zu - und tricksen dafür an anderer Stelle. Kunden sollten deshalb auch Kleingedrucktes lesen.
Tipp 4
Angebotsdauer beachten Bei Tagesgeld gelten viele Angebote nur kurz. Ein unbefristeter Zinssatz von 2,3 Prozent kann lukrativer sein als ein 2,5-Prozent-Lockangebot für nur wenige Monate. Die Vergleichsrechner erfassen solche Unterschiede nicht, allerdings weisen die Portale oft darauf hin.




















