Das war doch irgendwie schon vorhersehbar. Die jenigen die Klug waren haben sich früh genug aus Aktien etc. verabschiedet, eventuell Gold gekauft, obwohl jede Menge Finanzdeppen riefen "Aktien Aktien sind billig muß man haben", ANLAGENOTSTAND.
Wie gesagt nur Deppen fallen auf so was noch herein.
MFG
herbert
Investoren verlieren den Glauben an eine Rettung Griechenlands. Am Freitag kostete es so viel wie noch nie, sich gegen einen Ausfall des Landes abzusichern. Kreditderivate (Credit Default Swaps, CDS) auf hellenische Staatsanleihen schnellten laut dem Datendienstleister CMA Datavision zeitweise auf den Rekordstand von 1140 Basispunkten hoch. Damit kostete es 1,14 Millionen Euro, Bonds im Wert von 10 Millionen Euro ein Jahr lang zu versichern.
Höhere Prämien werden derzeit nur noch für die CDS auf venezolanische Staatsanleihen fällig. Der Kapitalmarkt schätzt die Ausfallwahrscheinlichkeit Griechenlands auf 69 Prozent - und damit höher als für jedes andere Land auf der Welt.
Die Wirkung eines von der EU und dem Internationalen Währungsfonds aufgelegten, bis zu 750 Milliarden Euro schweren Rettungspakets für den Euro scheint damit verflogen. Griechenland wird zudem mit einem Rettungsprogramm von 110 Milliarden Euro gestützt.
Hintergrund ist die wachsende Risikoaversion der Anleger. Sie zweifeln an der Stärke der wirtschaftlichen Erholung. "Finanzielle Bedingungen sind weniger förderlich für Wachstum", hatte die US-Notenbank Fed am Mittwoch gewarnt.
Hinzu kommen Zwangsverkäufe vieler Investoren. Nach der Herabstufung Griechenlands durch die Ratingagentur Moody's auf Ramschstatus fallen griechische Papiere Ende dieses Monats aus Indizes der Banken Citigroup und Barclays heraus. Der Markt drücke das derzeit über CDS-Preise aus und nicht über Risikoaufschläge für Anleihen, weil letztere durch Käufe besicherter Papiere durch die EZB gebremst würden, argumentierten einige Analysten.
Banken sind vorsichtig
Für zehnjährige hellenische Papiere wurden Aufschläge um die 800 Basispunkte verlangt. Die Risikoprämien waren in den vergangenen Tagen wieder gestiegen und hatten den Stand wieder erreicht, auf dem sie gelegen hatten, bevor die Rettungspakete beschlossen wurden.
Neben Risikoaversion und Zwangsverkäufen könnte das Verhalten der Banken ein Grund dafür sein. Am 1. Juli läuft ein Jahrestender der EZB aus. Banken konnten sich vor einem Jahr zu einem festen Zinssatz günstig refinanzieren und mussten dafür bei der Zentralbank die üblichen Sicherheiten in Form von Staatsanleihen hinterlegen. Wenn Institute nun aus diesem Geschäft griechische Anleihen zurückerhalten, könnte sie das schon im Vorfeld bewegen, Griechen-Bonds zu verkaufen, um deren Anteil im Depot nicht anwachsen zu lassen.
Quelle: ftd.de
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