Besonders wünschenswert wäre hier auf eine diversifizierte Strategie abzuzielen.
Für den Einzelinvestor sollte eine low cost (ETF!) Strategie mit breiter Diversifizierung, die auf den jeweiligen Lebenszyklus des Investors abgestimmt ist, empfohlen werden. Es überrascht wieder einen Macro-Ansatz zu sehen, der mal richtig, mal falsch liegen kann.
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Das Jahr 2012 war für Anleger erneut turbulent - Kurse rauf, Kurse runter, das zehrte ganz schön an unseren Nerven. Die Euro-Krise, die in Wahrheit eine Finanz- und Schuldenkrise ist, hat die Finanzmärkte kräftig durchgeschüttelt und vor allem Privatanleger immens verunsichert. Sie fragen sich: Was wird das Börsenjahr 2013 bringen? Wie steht es um Europa? Ist eine Überwindung der Krise in Sicht?
Zumindest setzen die zurzeit rückläufigen Target-II-Salden der Europäischen Zentralbank, die den Ausfuhrüberschuss Deutschlands in die Südländer, aber auch deren Kapitalflucht messen, ein erstes positives Signal. Immerhin scheint nun die Kapitalflucht aus den Sorgenstaaten Europas vorläufig gestoppt. Überwunden ist die Krise aber damit noch lange nicht.
Auch ist noch nicht klar, welchen Preis wir am Ende für die Rettung bezahlen müssen. Schließlich bekämpfen wir derzeit die Krise mit denselben Mitteln, mit denen sie verursacht wurde: mehr Schulden, mehr billiges Geld. Noch hat diese expansive Geldpolitik keine inflationäre Wirkung in Europa. Der Consumer Price Index geht für 2013 von einer Preissteigerung von 1,9 Prozent innerhalb der EU aus - das ist verkraftbar. Doch wird das in Zukunft so bleiben? Das Risiko einer Ketchup-Inflation ist nicht auszuschließen.
Sie kennen das sicher: Sie schütteln die Ketchup-Flasche, und lange passiert gar nichts, bis auf einmal eine riesige Menge herauskommt, viel mehr, als Sie wollten und Ihnen lieb ist.
In den USA, dem größten Schuldner der Welt, pumpt Notenbankchef Ben Bernanke durch Aufkaufe von Staatsanleihen munter Geld in die Wirtschaft. Diese inflationäre Politik wird nicht nur dazu verwendet, die faulen Immobilienkredite langsam zu entwerten, sondern kann dadurch, dass sich die USA quasi ausschließlich in ihrer eigenen Währung verschulden, gleichzeitig dazu beitragen, dass deren Auslandsschulden abgebaut werden.
Auch anderswo auf der Welt sieht es nicht gerade rosig aus. In Bezug auf China ist die einstige Wachstumseuphorie längst der Ernüchterung gewichen, und auch der Konflikt im Nahen Osten trägt nicht gerade zur Beruhigung bei. Wie soll man sich als Anleger also in einer solchen Unsicherheit verhalten? Gibt es überhaupt noch sichere Anlageformen?
Eines ist klar. 100 Prozent Sicherheit beim Investieren gibt es nie. Und schon gar nicht kann ich Ihnen die aktuelle Unsicherheit nehmen. Unsicherheit macht eben unsicher. Anzuerkennen, dass wir darin leben, ist ein erster wichtiger Schritt. Ruhig bleiben, nicht überstürzt in Panik verfallen, seine Investments nach wie vor mit Bedacht und auf Basis rationaler Entscheidungen auswählen, ist ein nächster wichtiger Schritt - der aber nicht immer einfach ist.
Hier kann es unter Umständen beruhigen, sein Vermögen nur in Anlageklassen und Wertpapierformen investiert zu wissen, deren Struktur und Kosten man selbst nachvollziehen kann. Ich selbst konzentriere mich bei meiner Anlagestrategie seit vielen Jahren auf mein eigenes sogenanntes Reinheitsgebot der Kapitalanlage und rate auch immer Privatanlegern, sich bei der Vermögensallokation auf folgende Anlageklassen zu beschränken: Termingelder, klassische Anleihen, Gold, Aktien sowie gegebenenfalls Immobilien. Aus diesen Zutaten jederzeit den optimal geeigneten Anlagemix zu bestimmen, ist komplex genug. Daraus leite ich meine Anlagegrundsätze für das kommende Börsenjahr ab: Nicht zu viele Schulden in Relation zum Vermögen, den Großteil des Anlagevermögens in inflationsgeschütztes Sachvermögen stecken, Goldreserven schaden nicht, Liquidität sollte lediglich im notwendigen Rahmen vorhanden sein. Für mich führt daher auch 2013 kein Weg an der Vermögensanlage in Aktien vorbei, da sie für mich der Garant für realen Werterhalt sind.
Benjamin Graham, der Urvater des Value-Investing und Mentor von Investmentlegende Warren Buffett, hat einmal gesagt, der beste Zeitpunkt, in Aktien einzusteigen, sei der Moment, an dem die durchschnittliche Gewinnrendite von Aktien die Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen um das Zweifache übersteigt. Zehnjährige US-Staatsanleihen bieten heute eine Verzinsung von 1,6 Prozent. Die Gewinnrendite bei Aktien, gemessen am MSCI World, von 7,3 Prozent ist sogar 4,5-mal so hoch. Würde Benjamin Graham noch leben, wäre er schon längst wieder auf Einkaufstour.
Was die Leser sagen
Bei der Wahl der Aktien auf Trendfolgemodelle zu setzen sollte auch in Erwägung gezogen werden. Crashs kommen und gehen, aber dieses Modell ist seit über 20 Jahre erfolgreich.
BMW: Nicht 47 Euro,sondern 74 Euro.
siehe: http://www.finanztreff.de/bmw-aktie
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