EU-Wettbewerbshüter haben mehrere große Banken wegen Verdachts auf Zinsmanipulationen durchsucht. Sie vermuten nach nach Angaben der EU-Kommission ein Marktkartell im Zusammenhang mit dem Euribor-Zins, der einer der wichtigsten Zinssätze auf dem Interbankenmarkt der Euro-Zone ist und damit auch die Kosten für Kredite an Verbraucher und Unternehmen beeinflusst.
Gegen welche Kreditinstiute ermittelt wird, teilte die EU-Kommission nicht mit. Nach Angaben von Reuters wurden unter anderem Räumlichkeiten der
Deutschen Bank in London durchsucht. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern. Die Nachrichtenagentur berief sich auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.
Im März waren ähnliche Untersuchungen in den USA, Japan und Großbritannien bekanntgeworden. Dabei ging es um den Libor-Zinssatz, der für die Banken weltweit von zentraler Bedeutung ist. Im Fokus der Aufsichtsbehörden standen die Zinsen für Dollardarlehen am Londoner Interbankmarkt für die Zeit von 2006 bis 2008. Ein Überblick über die Hintergründe der Ermittlungen:






















