Ich denke es wird Zeit einen Kontrapunkt zu setzen und Gott sei Dank gibt es hierzu durchaus sehr seriöse Gedanken.
Eine Gedankenanregung:
http://seneca-vision.de/klaus-peters/blog-klaus-peters-seneca-vision/item/3-die-positive-seite-der-gier.html
Meike Schlecker sitzt im Blitzlichtgewitter und scheint einfach durch die Reporter ins Leere zu blicken. Sie will am Montag eine Botschaft loswerden, die es in sich hat: "Es ist nichts mehr da." Fünf Wörter braucht sie, um den Mythos ihres Vaters Anton Schlecker und der ganzen Familie zu entzaubern. Fünf Wörter für den Verlust eines Milliardenvermögens und einer Drogeriekette.
Auch in der Notsituation lassen sich das Unternehmen und die Familie am Montag nicht komplett in die Karten gucken, wichtige aktuelle Zahlen wie Umsatz oder Höhe der Verluste bleiben ungenannt. Branchenkenner gehen von unter 6 Mrd. Euro Umsatz im vergangenen Jahr aus. Es ist das erste Mal seit den 1990er Jahren überhaupt, dass Schlecker die Journalisten zu eine Pressekonferenz nach Ehingen eingeladen hat. Die Tochter des Firmengründers stellt sich als einziges Familienmitglied.
In dem nüchternen grauen Besprechungsraum ringt die Miterbin um Fassung. Während neben ihr der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz Zuversicht verbreiten will, ist die 38-Jährige für das Private zuständig. Sie müsse mit einigen Gerüchten aufräumen, sagt Meike Schlecker. "Es wurde immer gesagt, wir hätten hunderte von Millionen auf die Seite geschafft." Doch das stimme nicht. "Das Vermögen meines Vaters war immer das Unternehmen".
"Wir glauben an die Restrukturierung"
Meike und ihr 40-jähriger Bruder Lars glauben an den Umbau des väterlichen Konzerns. Sie hätten gute Teile ihres eigenen Geldes in die Hand genommen, um in den vergangenen Jahren den laufenden Betrieb und die Eröffnung moderner Filialen zu finanzieren, sagt die Betriebswirtin. Alles futsch? Zumindest vorerst. Denn einige Lichtblicke gebe es.
"Wir versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Wir geben uns kämpferisch. Wir glauben an die Restrukturierung", sagt sie. Neue, großzügige Läden sollen die Kehrtwende bringen. Und auch die Marke Schlecker soll bleiben. "Ich stehe der Familienlösung offen und positiv gegenüber", sagt der Insolvenzverwalter. Es gebe genügend Masse für das Insolvenzverfahren.
Einen Vorteil hat die Symbiose von Familie und Unternehmen zumindest: Schlecker wollte unbedingt unabhängig bleiben. Die Expansion der Drogeriekette wurde aus dem laufenden Geschäft finanziert, die Banken blieben außen vor - und die Firmenstruktur sei für ein Unternehmen der Größe ziemlich übersichtlich, sagt Geiwitz.

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