Wer es immer noch nicht realisiert haben sollte:Diese US Ratings dienen im wesentlichen dazu den Dollar als Leitwährung zu schützen.Natürlich sind viele Europäische Staaten verschuldet,nur das wissen die Agenturen schon länger.Es fällt allerdings auf,das eine Abstufung fast immer dann kommt,wenn sich eine leichte Besserung in der Eurozone abzeichnet.Ob wohl die Wall Street und die Londoner Börse Auftraggeber für diese Ratings sind?Von der Schuldenkrise in den USA und GB hört man in letzter Zeit so gut wie gar nichts.Es wird immer munter auf die Euro Zone eingedroschen.Man muß klar sagen das diese Agenturen auf einem Auge blind sind.Wann werden diese endlich mal für ihre bezahlten Ratings zur Verantwortung gezogen?Sie sorgen für Mrd. Verluste und grinsen sich eins!
Axel Retz ist seit mehr als 25 Jahren Chefredakteur von Börsenmagazinen und Börsendiensten und betreibt das Portal
private-profits. Konservative Anleger finden dort seit Jahren bewährte, treffsichere Strategien zur Outperformance der Märkte in Hausse- und Baissephasen. Aggressivere Trader finden alle notwendigen Tools, um mit kleinem Einsatz kurzfristige Gewinne zu erzielen. "Phasen, in denen sich keine Gewinne erzielen lassen, das sind die Seitwärtsmärkte. Aber sie sind nichts anderes als Unterbrechungen im Trendverhalten. Technische oder fundamentale Analyse? Für mich macht es die Mischung!"
In der vergangenen Woche habe ich hier einen Chart des Rohstoffindex CRB/Bridge abgebildet. Und wir hatten festgestellt, dass sich dieses Preisbarometer charttechnisch unmittelbar vor einer Ausbruchssituation befand, die je nach Ausgang einen Anstieg auf das Allzeithoch oder aber einen Absturz bis zum Tief von Anfang 2009 signalisieren würde. Zugleich hatte ich festgestellt, dass bei einem Anstieg der Rohstoffpreise auch mit einem kräftigen Kursanstieg der Aktienmärkte zu rechnen sei.
Dazu erreichte mich eine E-Mail, aus der ich auszugsweise zitieren möchte: "Der von Ihnen abgebildete CRB/Bridge notierte Ende Februar 2009 bei 200 US-Dollar, heute liegt er bei über 310, was einer Verteuerung der Rohstoffe von 55 Prozent in weniger als drei Jahren entspricht. Es steht doch außer Frage, dass das zum einen eine gewaltige Bürde für die Industrie bedeutet, zum anderen aber auch eine massive negative Beeinträchtigung der Kaufkraft der Konsumenten. Allein der Ölpreis hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdreifacht. Die Aktienkurse können daher meines Erachtens nur dann anziehen, wenn die Rohstoffpreise fallen. Ansteigende Rohstoffpreise würgen die Wirtschaft ab, fallende wirken wie eine Steuersenkung."
Dieser Einwand klingt erst einmal logisch. Und er ist ja auch beileibe nicht neu. Aber wäre diese Einschätzung richtig, müssten Rohstoffindex und der MSCI Welt, in dem die wichtigsten Aktienindizes der Welt zusammengefasst sind, im Chart gegenläufige Trends zeigen. Stark fallende Rohstoffpreise müssten mit kommenden Aktienkursen einhergehen, anziehende Rohstoffkosten mit nachgebenden Aktiennotierungen. Sehen wir uns einfach einen Langfristchart von CBR/Bridge und MSCI Welt an:
Hiernach liegt auf der Hand, dass sich die großen Trends von Rohstoffpreisen und Aktienkursen parallel zueinander entwickeln. Und es gibt kein vernünftiges Argument dafür, warum sich das ändern sollte: Kommt die Weltkonjunktur (wider Erwarten) doch noch an einer Rezession vorbei, wird die Nachfrage nach Rohstoffen wieder zulegen – ebenso wie die Unternehmensgewinne. Und wie ich in der vergangenen Woche skizziert habe, könnten die Aktienmärkte in diesem Falle angesichts des zunehmenden Misstrauens der Anleger gegenüber den Papierwährungen einen regelrechten Boom erleben. Dass Anleger in der vergangenen Woche allen Ernstes Schlange stehen, um Geld dafür zu zahlen, eine negativ verzinste sechsmonatige Bundesanleihe kaufen zu dürfen zeigt, welch absurde Blüten der Anlagenotstand mittlerweile zeigt.
Positiv gerade für den deutschen Aktienmarkt, und das wird hierzulande gerne übersehen, ist die Wahrnehmung Deutschlands im Ausland. Natürlich schwingt hier in Europa auch ein gerütteltes Maß an Missgunst und teils auch berechtigter Kritik an der deutschen Euro-Politik mit. An den trotz „Optimierung“ recht soliden deutschen Arbeitsmarktdaten, den Unternehmensgewinnen und der 2011 überraschend geringen Neuverschuldung kommt jedoch niemand vorbei.
Umgekehrt birgt natürlich gerade die im Krisenjahr 2011 unter Beweis gestellte Ausnahmerolle der deutschen Wirtschaft auch erhebliche Risiken. Denn nach wie vor ist es der Export, der sich als Zugpferd der deutschen Wirtschaft erweist. Ich bleibe dabei: Für (mindestens) 2000 Punkte in die eine oder andere Richtung ist der DAX in diesem Jahr allemal gut, sobald sich der Markt für eine Richtung entschieden hat. Die ersten beiden bullishen Wochen sollten nicht überbewertet werden, statistisch betrachtet haben in diesen Wochen meistens die Optimisten die Oberhand.
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