12.05.2010
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Der 6. Mai: 20 Minuten reichten aus, um für Chaos an der Wall Street zu sorgen.
Der 6. Mai: 20 Minuten reichten aus, um für Chaos an der Wall Street zu sorgen.
Foto: capital.de

1000-Punkte-Rutsch

Das Geheimnis des großen Börsencrashs

von Tobias Bayer, Christine Mai, Sarah Speicher-Utsch und Ute Göggelmann, Frankfurt

Es kam wie aus dem Nichts: Plötzlich brachen in den USA Kurse dramatisch ein, Aktien wurden zu Pennystocks. Marktakteure, Aufseher und Politiker rätseln: Was löste den "Flash Crash" am 6. Mai aus? Wir beleuchten das Mysterium.

Der 6. Mai geht in die Annalen des Börsenhandels ein. Innerhalb weniger Minuten gab der Dow Jones Industrial Average knapp 1000 Punkte ab - um dann wieder in die Höhe zu schnellen. Das war der zwischenzeitlich größte Verlust innerhalb eines Tages. Die Aktien von Procter & Gamble und Accenture wurden regelrecht durchgeschüttelt.

Selbst Veteranen der Wall Street wie Dick Grasso, der der New York Stock Exchange von 1995 bis 2003 vorgestanden hatte, ist fassungslos: "Der Markt fiel um 600 Punkte, stieg dann 600 Punkte, bevor irgendwer seine Tasse Kaffee austrinken konnte", sagte Grasso in einem Interview dem Radiosender Bloomberg Radio.

Auf der Suche nach den Ursachen tappen SEC und Marktbetreiber weiter im Dunkeln. Die Aufsichtsbehörde könne kein Ereignis ausfindig machen, das allein zu dem Kurssturz geführt habe, sagte die Chefin der Securities and Exchange Commission, Mary Schapiro, vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Auch die Aufsichtsbehörde CFTC ermittelt, Chef Gary Gensler wird um 15 Uhr Ortszeit aussagen. Wir fassen die wichtigsten Fragen zum "Flash Crash" und seinen möglichen Konsequenzen für die Regulierung zusammen.

 Was geschah am 6. Mai?

 Welche Rolle spielten einzelne Händler?

 Welche Rolle spielte die Regulierung?

 Welche Rolle spielte der Hochfrequenzhandel?

 Welche Regeln gibt es in Deutschland?

 Welche Reformvorschläge gibt es?

 Welche Position vertreten die Börsen?

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Quelle: FMH-Finanzberatung
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