Paul Prandl, stv. Chefredakteur
Paul Prandl, stv. Chefredakteur
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Geheim und leidenschaftlich

Liebe Leserinnen und Leser,

wer zum Thema Cyberkrieg recherchiert, wird rasch paranoid.

Nachdem unser Redakteur Nils Kreimeier mit mehreren Tophackern gesprochen hatte, die ihm von den Gefahren im E-Mail-Verkehr berichteten, begann er, jede Nachricht mit unbekanntem Absender in seinem Posteingang sofort zu löschen – sicher ist sicher. Leider befand sich darunter auch eine wichtige Mail eines Gesprächspartners, die so versehentlich mit im Papierkorb landete. Ein Anruf beim Absender rettete die Situation.

Frauenversteher Als Paris-Korrespondent Lutz Meier Ende Juli Christine Lagarde aufsuchte, traf er die französische Wirtschafts- und Finanzministerin in bester Stimmung. Beide plauderten über die Beerensaison, Backrezepte – und Autos. Meier wunderte sich über einen Vergleich von Lagardes Chef, Präsident Nicolas Sarkozy. Er stellte sie einst mit den Worten vor: "Sie ist ein Ferrari." Meier fand, das passe nicht zur geschmeidig verhandelnden Ministerin. Die Karossen aus Italien seien zwar schnell, aber auch laut – und vielleicht nicht ganz so zuverlässig. Lagarde gab ihm recht. "Er hat wahrscheinlich an seine Frau gedacht", mutmaßte sie. Sarkozy habe halt seine Vorliebe für Italienerinnen entdeckt.

Geheimniskrämer Nachdem der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler von unserer Redakteurin Grit Beecken hörte, dass die Bundesfinanzagentur jährlich Swap-Geschäfte im Wert von 110 Mrd. Euro eingehen darf, stellte er erst mal eine Anfrage an die Bundesregierung. Denn während Politiker gern die Deals der Spekulanten anprangern, sind sie bei staatlichen Derivategeschäften zugeknöpft. Dies erfuhr auch Beecken bei ihrer Recherche in Berlin, Brüssel und Rom. PS: Bis Redaktionsschluss wartete Schäffler vergebens auf Antwort.

Leckermäulchen Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard hat den Ruf eines kühlen Analytikers. Eine leichte Unbeherrschtheit des 54-Jährigen offenbarte sich den Redakteuren Herbert Fromme und Sven Oliver Clausen am Ende ihres dreistündigen Treffens mit ihm aber doch. Als beim Dessert die Sahneschüssel wieder bei von Bomhard ankam, fragte er Fromme und Clausen, beide jenseits der 100 Kilo, ob sie noch Nachschlag möchten. Als sie verneinten, leerte von Bomhard den üppigen Sahnerest über die Früchte. "Ich liebe das", strahlte er. Allerdings hatte ihn das Interview zuvor über Katastrophen und die Versicherungstochter Ergo auch einiges an Kraft gekostet.


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Girokonto (Dispo)11,24%5,50-14,50%
Ratenkredite (36 Monate)6,96%4,70-11,61%
Quelle: FMH-Finanzberatung
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