Paul Prandl, stv. Chefredakteur
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Kätzchen, Kik & Kirchenmann

Liebe Leserinnen und Leser,

direkt nach dem Interview mit unseren Redakteuren Birgit Dengel, Claus Gorgs und Gregor Kessler fuhr Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub nach Berlin. Auf der Fanmeile an der Siegessäule schaute er mit seinen Kindern das WM-Halbfinale Deutschland gegen Spanien.

Das Ergebnis ist bekannt: 1:0 für die Spanier. Bleibt zu hoffen, dass Haubs nächste Besuche der Hauptstadt erfreulicher verlaufen. Dort sucht der milliardenschwere Unternehmer aus Mülheim an der Ruhr nach Internetinvestments, um seinen Gemischtwarenladen mit Marken wie Kik, Kaiser’s, Obi und Woolworth für die Zukunft flottzumachen.

Katzenjammer Tobias Bachmüller ist ein Mann, der zupackt. So geschehen vor 15 Jahren, als sich ihm die Chance bot, Gesellschafter beim Süßwarenhersteller Katjes zu werden. Und ebenso an einem Tag im Juni, als Redakteurin Birgit Dengel die Katjes-Zentrale in Emmerich am Niederrhein besuchte: Aus dem Beet am Firmeneingang riss Bachmüller eine Süßholzwurzel. "Beißen Sie rein, wenn Sie sich trauen", sagte er. Das Gewächs schmeckte nach Lakritz, aber für den Rest des Gesprächs hatte Dengel Erde zwischen den Zähnen. Das Knirschen passte – bei Katjes läuft es längst nicht mehr glatt.

Angebot Präses Nikolaus Schneider (rechts im Bild) ist ein gefragter Mann. So traf der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Streitgespräch mit Hedge-Fonds-Verkäufer Markus Sievers (Mitte) mit 45 Minuten Verspätung ein. Auch in der hitzigen Debatte vergaß der Kirchenmann die Zeit: Erst nach zwei Stunden, moderiert von den Redakteuren Dennis Kremer und Emmeran Eder, reichten sich die Duellanten die Hand. Zuvor bot Sievers dem Geistlichen finanziellen Beistand an.

Frauenpower Eine Debatte angestoßen hat Capital mit seiner Titelstory "Der Chef trägt Prada" (Heft 07/2010). Auf der zweiten Konferenz der Nürnberger Resolution, einer Initiative für die Frauenquote, sorgte die Ausgabe für Aufsehen. Unternehmerin Rosely Schweizer, Vorsitzende des Beirats der Oetker-Gruppe, hielt das Heft hoch und empfahl es zur Lektüre. Zur Freude von Autorin Annette Rueß nutzte auch Referent Rudolf Ruter, Partner bei Ernst & Young, Thesen des Artikels für seinen Vortrag. Grund genug für Capital, sich dem Thema Führungsfrauen noch einmal zu widmen und die Karrierechancen von Müttern genauer zu untersuchen.


© 2010 capital.de

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Girokonto (Dispo)11,24%5,50-14,50%
Ratenkredite (36 Monate)6,96%4,70-11,61%
Quelle: FMH-Finanzberatung
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