Steffen Klusmann, Chefredakteur
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Der Wolf hinter Rotkäppchen

Liebe Leserinnen und Leser,

weil die städtischen Haushalte in Schulden versinken, müssen jetzt Sanierer wie der junge Kämmerer Lars Martin Klieve ran.

Mitten im Gespräch mit Capital-Redakteur Andreas Große Halbuer meldete sich das iPhone des Finanzchefs aus Essen mit einer Nachricht, die bei Klieve für gute Laune sorgte: Ein Zehn-Millionen-Euro-Sparpaket war unter Dach und Fach gebracht – ein kleiner Erfolg im Kampf gegen das große Minus. Die Stadt sitzt auf drei Milliarden Euro Schulden.

21 Seiten Rechtfertigung Den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat Capital-Redakteur Thomas Wendel stets als pointierten Gesprächspartner erlebt, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Bei der Recherche über die anstehende Mobilfunkfrequenzauktion war der Spitzenbeamte erstmals arg angespannt: Ein Fragenkatalog zu Ungereimtheiten rund um die Auktion, den die Behörde bereits schriftlich beantwortet hatte, ließ Kurth nicht ruhen. Von zu Hause griff er nochmals zum Hörer und verteidigte eine Stunde lang sein Renommierprojekt. Am Morgen darauf faxte Kurths Sekretariat noch ein 21-seitiges Schreiben des Chefregulierers hinterher – mit Auszügen aus Gerichtsurteilen, versehen mit handschriftlichen Anmerkungen, die belegen sollen, dass er neue Konkurrenz nicht behindert habe.

Nummer 05A4820 Den ersten Brief an Dennis Kozlowski schickte New-York-Korrespondent Thomas Jahn im März 2009. Der Ex-Tyco-Chef stand einst im Mittelpunkt eines der größten Betrugsskandale in der US-Wirtschaftsgeschichte. Wir wollten Kozlowski für ein Gespräch hinter Gittern gewinnen. Keine Antwort. Jahn hatte die Häftlingsnummer im Adresskopf vergessen. Die ist wichtiger als der Name. Als Kozlowski den Brief dann bekam, sagte er sofort zu.

Endlich 70 Seit Harald Eckes-Chantré im November 2006 mit seiner Firma Rotkäppchen-Mumm das vom Vater aufgebaute Alkoholikageschäft übernahm, hat Redakteurin Birgit Dengel immer wieder versucht, ihn zu treffen. Vergebens. Bis er 70 wurde. Dann endlich zahlte sich Dengels Hartnäckigkeit aus. Als Belohnung für das lange Warten gab der öffentlichkeitsscheue Doyen der deutschen Spirituosenindustrie mehr als zwei Stunden lang Auskunft. Selbst zum Hohes-C-Fanclub auf Facebook wusste er etwas zu sagen.


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Festgeld (12 Monate)1,81%0,75-3,16%
Sparbriefe (4 Jahre)1,89%0,60-3,50%
Girokonto (Dispo)11,24%5,50-14,50%
Ratenkredite (36 Monate)6,96%4,70-11,61%
Quelle: FMH-Finanzberatung
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 Quelle: vwd netsolutions GmbH