So auch im Schrein des Imam Resa nahe Teheran: Die Grabanlage ist Heiligtum und zugleich Zentrum eines der mächtigsten persischen Konglomerate. Der Zutritt ist nur Muslimen erlaubt. Dierks, konfessionslos, wollte trotzdem wissen, was hinter den Mauern vor sich geht: Er zog die Schuhe aus und schlüpfte durchs Portal.
Stiftetausch Als Kollege Wolf Brandes sich mit dem Sieger des diesjährigen Capital-Fonds-Kompasses zum Gespräch traf, musste er seinen Kuli gleich wieder einstecken. Brandes hielt einen hellblauen Kugelschreiber mit DWS-Logo in der Hand, was Hans Joachim Reinke, Chef des DWS-Rivalen Union Investment, nicht mit ansehen konnte. Reinke sprang auf und holte ein Dutzend Stifte im Union-Design. Die mussten ohnehin weg, Union hat seit Anfang 2010 ein neues Logo.
Chefskizzen Das Interview sollte längst zu Ende sein, doch Severin Schwan ist gerade richtig in Fahrt. Der Chef des Pharmakonzerns Roche greift zum Blackberry, checkt den Kalender – und lässt die nächste Sitzung ausfallen. Lieber erklärt er den Capital-Autoren Annette Rueß und Claus Gorgs, wie radikal sich die Arzneientwicklung verändern wird. Nebenbei skizziert er die Wirkung des Krebsmittels Herceptin auf einem DIN-A4-Blatt. So machen es seine Wissenschaftler auch mit ihm, er ist Jurist.
Autonarren Die Inder sind ähnlich autobegeistert wie die Deutschen. Bei der Auto-Expo in Delhi musste die Polizei mehrfach die Stände von Honda oder Toyota schließen und bitten, auf Shows zu verzichten. Es wäre sonst Panik ausgebrochen. Angesteckt von der Euphorie, will unser Indien-Korrespondent Volker Müller seit Wochen ein Auto kaufen, den neuen Tata Vista. "Bestehen Sie auf einer Probefahrt", mahnen die Händlerplakate. Also hat Müller dreimal telefonisch um einen Termin gebeten, war sogar vor Ort. Aber kein Verkäufer weit und breit. Vielleicht fällt dem Konzern ja deshalb das Geschäft so schwer.
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