Es war für mich ein Schock mit sofortiger Hintergedanke - e handelt sich um Witz - aber leider doch nicht.Einen Top-Manager mit einem Schulhausmeister zu vergleichen und noch mehr Privilegien verlangen ist absoluter Gipfel des PRIMITIVISMUS ! Es verdient eigentlich kein Kommentar. Herr Schweinsberg Sie tunen mir sehr, sehr Leid wenn sie glauben daß ein Manager der sich aus einem Monatsgehalt eine Willa kaufen kann die gleiche Entscheidungsweise wie ein Hausmeister mit einem Gehalt FÜNFHUNDERT MAL geringer hat. Ich habe nicht geahnt wie REALITÄTSFREMD SIE SIND !Es wäre sinvoller sich Gedanken machen wie man Top-Manager zu Verantwortung zieht wenn sie MILLIARDEN in Sand setzen und dafür noch "Abfindung" in Millionenhöhe kassieren. DOPPELMORAL !!!!
Jüngster Höhepunkt: das Skandalon Wolfgang Reitzle. Hatte der doch die Stirn, sich von Linde eine großzügige private Unterkunft in München suchen und bezahlen zu lassen. Was jedem Hausmeister einer mittelgroßen Gesamtschule wie selbstverständlich zuerkannt wird, nämlich eine angemessene Dienstwohnung, bringt Vorstände in Rechtfertigungsnot. Wer die private Nutzung von Immobilien, Flugzeugen oder Limousinen durch Manager brandmarkt, verkennt, dass hier das gleiche Prinzip wirkt wie beim einfachen Hausmeister: Privilegien bewirken eine langfristige Bindung des Arbeitnehmers an seinen Arbeitgeber. Weil er weiß, dass mit dem Tag seines Ausscheidens diese "Fringe Benefits" hinfällig sind.
Die Aktionäre der deutschen Großkonzerne sollten ihren Top-Managern mehr Privilegien gönnen, sich dafür aber bei Gehalt und Abfindungen deutlich knausriger zeigen als bisher. Wenn ein Vorstand, wie heute gang und gäbe, durch Gehalt und Abfindung aus einem Drei-Jahres-Vertrag bereits "ausgesorgt" hat, fördert das nicht eben die Loyalität. "Job Hopping" macht Vorstände immer reicher, Aktionäre hingegen immer ärmer.
Unternehmen, die ihr Spitzenpersonal nicht nach durchschnittlich knapp fünf Jahren verlieren wollen, wie es derzeit in Deutschland die Regel ist, müssen zweierlei tun: Erstens ihren Top-Managern mehr Privilegien zubilligen. Und diese, zweitens, haarklein im Geschäftsbericht beziffern. Das schützt dann auch vor Nachstellungen durch Fiskus und Justiz – vielleicht sogar vor der Journaille.
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