Ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich völlig ungeniert...
Dieses brisante Detail steckt in einem bislang geheim gehaltenen Beschluss des Aufsichtsrats-Präsidiums, dem neben Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer auch Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann und der Konzernbetriebsratsvorsitzende Ralf Heckmann angehören. Demnach fallen weitere Sonderzahlungen an, wenn der sogenannte Geld-Saldo – eine der wichtigsten Kennzahlen zur Steuerung des Konzerns - über dem Budget liegt. Diese Prämie kann noch einmal bis zu 20 Prozent der ohnehin zu zahlenden variablen Vergütung ausmachen.
Wie Capital’ weiter berichtet, sollten mit dem zusätzlichen Leistungsanreiz ursprünglich nur Führungskräfte unterhalb des Vorstandes motiviert und honoriert werden. Durch den Geheimbeschluss des Aufsichtsrats seien die Incentives nun auch auf die Vorstände ausgedehnt worden.
Die genaue Höhe der Vorstands-Boni stehen aber noch nicht fest. Im Jahr 2005 hatte Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld einen Jahres- und Long-Term-Bonus von 1,34 Millionen Euro erhalten. Wenn er im laufenden Jahr die Quartalsziele übererfüllt, fließen mehr als 250.000 Euro zusätzlich auf sein Konto.
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