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Was die Allianz an Autobahnen reizt

, Britta Langenberg und Timo Pache

Der Zeitpunkt für private Investitionen in die Infrastruktur ist nach Ansicht der Allianz perfekt. Projekte seien aber oft zu kleinteilig.

Allianz-Flaggen flattern im Wind
Wenn die Bedingungen stimmen, will die Allianz in die öffentliche Infrastruktur investieren – Foto: Allianz

Der Chef-Investor der Allianz SE, Maximilian Zimmerer, hat die Pläne der Bundesregierung für größere private Investitionen in öffentliche Infrastruktur gegen Kritik von linken Parteien und Gewerkschaften verteidigt. „Mich stört der Vorwurf, es gehe hier um ein Hilfsprogramm für deutsche Lebensversicherer. Da fällt mir wirklich nichts mehr zu ein“, sagte Zimmerer im Capital-Interview. „Wenn Deutschland keine privaten Investitionen in öffentliche Infrastruktur will, dann investieren wir halt woanders“.

Gleichwohl brauche Deutschland dringend höhere Investitionen – private und öffentliche. „Der Zeitpunkt ist extrem günstig, die Zinsen sind so niedrig wie nie. Es kostet uns ja ‚nichts‘ – in Anführungsstrichen.“ Bislang stimmten aber die Bedingungen nicht. Der Straßenbau zum Beispiel sei viel zu kleinteilig und lohne sich daher für einen Großinvestor wie die Allianz nicht. „Wenn die Politik das so zusammenfassen will, dass es für uns interessant wird, dann gerne!“

Er räumte allerdings ein, private Investitionen seien stets teurer als öffentliche: „Ich gebe zu, wenn Sie nur die reinen Finanzierungskosten anschauen – und nur diese – dann wird der Staat immer billiger sein.“ Aber der Staat könne „nicht mehr alles bezahlen“. Zudem trage der private Investor auch das wirtschaftliche Risiko des Projekts.

Capital 06/2015

Zimmerer hat sich im Capital-Interview auch zur Zukunft der lebenslangen Zinsgarantie geäußert. Das Interview in voller Länge lesen Sie in der aktuellen Capital, die am 21. Mai erschienen ist.

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