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  • Editorial

Vorsicht Anlegerfalle!

, Horst von Buttlar

Es gibt eine geheime und etwas gemeine Regel für Anleger in Deutschland: Grün und Gold zieht irgendwie immer. Von Horst von Buttlar

Horst von Buttlar © Gene Glover
Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar

Anders gesagt: Wenn Deutsche bei der Geldanlage nebenher die Welt retten (erneuerbare Energien, Klimawandel) oder sich vorm Weltuntergang schützen (Gold, Sachwerte) können, dann werden sie oft leichtfertig und leider auch leichtgläubig. Meistens verlieren am Ende eine Menge Menschen eine Menge Geld.

Klar, es klingt verlockend, Geld zu vermehren und nebenher die Welt zu verbessern. Und sicherlich mag es tolle Unternehmen geben, in die man erfolgreich investieren kann. Aber im Kern kennt Geldanlage keine zweite Mission: Man möchte die Substanz erhalten, Rendite erwirtschaften oder auf ein Ziel sparen.

Warum misstrauen viele deutsche Anleger Aktien?

Wenn jemand Anlegern einredet, dass man vor allem eine schöne neue Welt aufbaut, sollten sie skeptisch werden. Das Gleiche gilt für den Weltuntergang: Wenn man Gold in Schweizer Bergmassive einlagern lässt oder Grundstücke in sicheren Drittstaaten wie Kanada erwirbt, mag man sich für die Hyperinflation gerüstet fühlen. Nüchtern betrachtet wird man aber beim Zusammenbruch des Weltfinanzsystems ganz andere Probleme als Kapitalerhalt haben. Und in der Regel ist das kontraapokalyptische Einzelinvestment viel riskanter als die Wahrscheinlichkeit des Untergangs.

Capital 11/2016
Die aktuelle Capital

Wann immer Capital über Anlageskandale geschrieben hat, fielen von Betroffenen die gleichen Sätze: Ich habe nicht verstanden, in was ich investiert habe. – Ich habe meinem Berater vertraut. – Ich dachte, es sei sicher. Wenn dann noch eine hohe Rendite lockte, wurden schnell stolze Summen investiert.

Es bleibt das große Rätsel der deutschen Geldgeschichte, warum so viele Anleger Aktien misstrauen, während sie gleichzeitig das Ersparte windigen Leuten anvertrauen.

In dieser Ausgabe beleuchtet Capital das Phänomen an einem besonders krassen Fall: dem Agrarkonzern KTG Agrar. Aber wir analysieren es auch grundsätzlich. Parallel erscheint am Kiosk das Sonderheft Capital History, in dem Sie gebündelt unsere Serie über die größten Wirtschaftsverbrechen und Finanzskandale der Geschichte finden.

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