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Frequent Traveller - Vier Geheimtipps für Barcelona

, Christian Prommer

Als DJ reist Christian Prommer ständig um die Welt. Seine Arbeit führt ihn an die besten Orte jeder Stadt. Hier verrät er seine Geheimtipps.

The Apartment - ein Underground Club bei den Ramblas © Salva Lopez
The Apartment - ein Underground Club bei den Ramblas

Christian Prommer ist DJ und kommt viel herum

Christian Prommer wohnt in München, ist dort aber fast nie, weil er irgendwo auf der Welt gerade Musik macht.

 


Unter den herausragenden Feierstädten Europas ist Barcelona „die andere“: die sonnige Schwester Berlins. Viele Künstler leben hier, Designer, Grafiker, Musiker, es gibt unzählige Modeläden, vegane Mittagsküchen und eine aktive Hausbesetzerszene, Hipster in Schlabberhosen und Mädchen mit Dutt. Die Verwandtschaft der Städte sieht man nicht nur am Straßenbild, sondern auch daran, wie viele Berliner Teilzeit in Barcelona angeheuert haben. Eine Freundin aus Berlin verlangte neulich gleich, dass sie sich dringend in Barcelona verlieben müsse, damit sie in beiden Städten gleichzeitig leben kann.

Ich mag das Selbstverständnis dieser Stadt, die vorgibt, Weltstadt zu sein, aber am Ende dörflich bleibt. Dazu passt auch die Statue des Kolumbus, die am Ende der großen Touristenprachtstraße Ramblas steht und mit großer Geste zeigt, wo er eigentlich hinwill: nicht Richtung Amerika, sondern nach Mallorca.

Ich reise jedes Jahr im Juni zum Sónar, dem Festival für Kunst und elektronische Musik. Dann explodiert Barcelona, überall sind Partys, und die Off-Sónar-Partys sind dabei die tollsten. Jeder kann dorthin, man muss nicht für das offizielle Sónar auf dem Messegelände akkreditiert sein. Sie sind meist an schönen Orten: in Burgen, auf Dachterrassen, Booten oder am Strand.

Highlight der Stadt ist das Sónar-Festival - und ein Schokoladentempel

Vor dem Festival buche ich als Unterkunft immer Apartments über Airbnb – weil Barcelonas Wohnungen traumhaft sind: alte Bodenkacheln, Holzbalken an den Decken, drei Balkone. Wer trotzdem ins Hotel will, sollte auf die Taxifahrer hören. Die sagen: Je näher an der Sagrada Família – Gaudís berühmter Kirche –, desto günstiger wird es. Mit zunehmendem Abstand zur Küste sinken auch die Preise.

Nach der Landung kaufe ich mir dann als Erstes in einer Jamonería eine Tüte mit Fetzen von Pata Negra, dem berühmten spanischen Schinken, für den die Schweine ein Leben lang nur mit Eicheln gefüttert wurden. Ein weiteres Muss: das Granja M. Viader, wo man sich mit allen Arten flüssiger Schokolade bekleckern kann, vorzugsweise indem man vorher eine Madeleine hineintunkt. Und natürlich muss man viel Cava trinken, spanischen Sekt, den es überall in den Bars gibt, am besten mit pan y tomate dazu, dem gerösteten Brot mit geriebenem Knoblauch und Tomate.

Überhaupt, die Bars in Barcelona: Wenn eine Stadt schon mit der ersten Silbe ihres Namens einen Hinweis gibt, was man als Nächstes bitte schön zu tun hat – dann sollte man dieser Stadt auch widerspruchslos gehorchen.

Prommers Tipps

Ginger-Bar in Barcelona 01 Ginger
Bar mit 70er-Dekor und tollen Cocktails
Carrer Palma de Sant Just, 1
ginger.cat

Granja M.Viader02 Granja M. Viader
Der Schokoladentempel
Carrer d’en Xuclà, 4–6
granjaviader.cat.mialias.net

03 Bar Mundial
Traditioneller Tapasladen. Immer voll.Nicht erschrecken, wenn man vom Kellner angeschrien wird
Plaça Sant Agustí Vell, 1, +34 933 19 90 56

04 The Apartement
Underground-Club bei den Ramblas
Carrer d’Escudellers, 5
facebook.com/theapartmentclub


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