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Vier Geheimtipps für Berlin

, Christian Prommer

Als DJ reist Christian Prommer ständig um die Welt. Seine Arbeit führt ihn an die besten Orte jeder Stadt. Hier verrät er seine Geheimtipps.

Christian Prommer © Neda Rajabi
Christian Prommer

Christian Prommer wohnt in München, ist dort aber fast nie, weil er irgendwo auf der Welt gerade Musik macht.


Einmal um die eigene Achse gedreht, und schon ist wieder alles neu. So kommt es mir zumindest vor, wenn ich alle paar Wochen in Berlin bin. Deswegen kann man die Stadt nur tage- oder abendweise beschreiben – ohne Gewähr auf Aktualität.

Ich habe immer ganz viel vor: Derzeit will ich eine Brille im Opti King aussuchen, einem Laden, der orginialverpackte Brillen aus allen Jahrzehnten anbietet. Oder in die Newton Stiftung gehen. Ich will bei Pascal essen, einem jungen Koch, der zwischen Müllerstraße und Leopoldplatz eine legendäre Kochnische ohne Namen betreibt. Den neuen Lala-Berlin-Flagship-Store will ich sehen. Ins frisch eröffnete koreanische Restaurant Daemon. Und zu Above, dem Sneakerstore, der so ausgewählte Turnschuhe verkauft, dass er ganz sicher nie meine Größe hat.

Aber dann kommt alles anders.

15 Uhr Tegel: ab nach Kreuzberg, in die Salumeria Lamuri, ein Café, das der neue Besitzer renovieren wollte, bis er die alten Kacheln hinter der Holzverkleidung fand. 

16 Uhr: rüber zum Plattenlabel Get Physical, um eine Stunde Live-Videopodcast aufzunehmen.

17 Uhr: ins Hotel. Ob man sich fürs Cosmo, 25 Hours, Mani oder Amano entscheidet, ist egal. Das sind alles nette 120-Euro-Hotels, die einem ein 250-Euro-Gefühl geben. Wer es sich leisten will, geht ins Adlon, Stue oder Hotel de Rome. Ich habe in diesen Hotels aber ein schlechtes Gewissen, wenn ich erst zum Late-Check-out aus dem Club komme.

19 Uhr: Die Markthalle ist ein guter Startplatz. Es gibt belgisches Bier und Pulled Pork im Slider, butterweiches Schweinefleisch aus dem Steamer – von am Hals tätowierten Hipstergirls zubereitet. 

21 Uhr: richtig abendessen. Am besten im Fame, Nachfolger des berühmten Restaurants des Kater Holzig, das wiederum der Nachfolger der Bar 25 ist. 

1 Uhr: rüberstrolchen ins Kater Blau. Set spielen.

5 Uhr: kurz rüber zum Club der polnischen Versager. 

7 Uhr: nur kurz im Club der ­Visionäre nach dem Rechten sehen.

9 Uhr: auf einen Sprung ins Berghain. Oder ins Anita Berber.

13 Uhr: zum Döner Imren in Neukölln. Wobei man aufpassen muss, dass man nicht genau zur Mittagsgebetszeit kommt – dann sind alle in der Moschee (drei Minuten nach Sonnenhöchststand, irgendwann zwischen zwölf und zwei Uhr).

Und plötzlich muss ich schon wieder zum Flughafen. Wieder keine Ausstellung und keine Turnschuhe, nöle ich. Der Taxifahrer zieht wissend seine Augenbrauen hoch: „Weeste, det is so in Balin: Is allet viel mehr krass als bundesweit!“

Prommers Tipps

Salumeria Lamuri

01 Salumeria Lamuri
Italienisches Café und Lunch Spot
Köpenicker Straße 183
mail@salumerialamuri.de

02 Long March Canteen
New School Chinese
Wrangelstraße 20
+49 178 8849599
info@longmarchcanteen.com

Ku De Ta

03 WILSON’s
Tolles Prime-Rib-Restaurant
Crowne Plaza Berlin City Centre
Nürnberger Straße 65

04 25 hours Bikini
Schickes Hotel mit Bar am Zoo
Budapester Straße 40
+49 30120221255
bikini@25hours-hotels.com

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