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Vier Geheimtipps für Bangkok

, Christian Prommer

Als DJ reist Christian Prommer ständig um die Welt. Seine Arbeit führt ihn an die besten Orte jeder Stadt. Hier verrät er seine Geheimtipps.

Christian Prommer © Neda Rajabi
Christian Prommer

Christian Prommer wohnt in München, ist dort aber fast nie, weil er irgendwo auf der Welt gerade Musik macht.


Wenn Hitze ein Geräusch machen würde – es würde sich anhören wie Bangkok: wie das Hupen der Tuk-Tuks, wie das Zirpen der Grillen, wie das Surren der Aircondition. Jedes Bein geht unbekleidet durch diese Stadt, jede Haut zeigt sich gebräunt. Alles an Bangkok schreit: heiß! Dazu diese Gerüche aus den vielen Essenswagen auf den Straßen: Tom Kha Gai, gegrillter Fisch, Satayspieße.

Wann immer ich nach Bangkok reise, koste ich diesen Augenblick aus: Ich komme am heruntergekühlten Flughafen an, höre die „Watch your steps“-Ansagen an den Laufbändern, um dann hinter den auffahrenden Glastüren die Ohrfeige zu empfangen – die Hitze Bangkoks. Sie umschlingt mich, betört, verwirrt, sie wirft mich um, so wie sonst nur Kälte einen umwerfen kann.

Spätestens dann denke ich: „Ich will nach Bangkok ziehen.“

atemberaubende Stadt

Ich gebe zu, dass ich nie lange in Bangkok bleibe, so wie wahrscheinlich jeder andere Reisende auch. Aber je öfter ich nach Bangkok reise, desto öfter habe ich ein schlechtes Gewissen dieser atemberaubenden Stadt gegenüber. Meistens komme ich auf der sogenannten Asienrutsche vorbei, so nennen DJs eine Tour durch alle asiatischen Länder: Die Promoter der Clubs teilen sich den interkontinentalen Flug nach Bangkok, sodass sie nur noch die Flüge nach Korea, Indonesien oder Japan bezahlen müssen.

In Bangkok muss man unbedingt die gigantische Skybar des Restaurants Sirocco gesehen haben, wo Besucher immer zum Rand der Aussichtsplattform begleitet werden, falls ihnen schwindelig wird. Vielleicht sollte man auch mal das legendäre Mandarin Oriental besuchen, in dem schon John le Carré und Tennessee Williams ihre Bücher schrieben: Zum Kaffeetrinken ist es ziemlich okay. Mein Geheimtipp aber ist das Kempinski am Siam Square, mit einem riesigen Pool, in den man von den ebenerdigen Zimmern aus steigen kann, und mit einem fantastischen Restaurant: Sra Bua.

Überhaupt: Essen in Bangkok! Etwa auf dem Sunday Market. Wer nach gutem Street-Food sucht, geht am besten ins Restaurant Terr Muu Kra Ta. Es geht natürlich auch luxuriöser, etwa im Lai Thai. Das ist das alte Haus eines Autors, mit großem Schildkrötenteich, Bodenlampen und viel altem Holz. Eisgekühlte Handtücher werden gereicht, um sich das Gesicht vom Schweiß zu trocknen. Und dazu diese freche, erbarmungslose Hitze. Spätestens dort denke ich immer: „Irgendwann ziehe ich doch nach Bangkok.“

Prommers Tipps

Sirocco

01 SIROCCO
Das Restaurant auf dem Dach des Lebua-Hotels mit atemberaubender Aussicht
1055 State Tower, Silom Road
lebua.com/sirocco
+66/2/624 95 55

Terr muu kra ta

02 Terr muu kra ta
Streetfood-Grill. Hammer. Foursquare hat eine Wegbeschreibung dorthin
Naradhiwat Rajanagarindra, Yannawa
4sq.com/cl0ULa

Ku De Ta

03 KU DE TA
Super Club, Bar, Lounge und Restaurant
39. Stock, Sathorn Square Complex
kudeta.com/bangkok
+66/2/108 20 00

Sra Bua

04 SRA BUA
Tolle Atmosphäre und sehr gutes Essen, im Kempinski Hotel Bangkok
991/9 Rama 1 Road, Pathum Wan
kempinskibangkok.com
+66/2/162 90 00

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