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100 Homosexuelle in Führungsetagen

, Jenny von Zepelin und Monika Dunkel

Unter Deutschlands Top-Führungskräften sind mindestens 100 Homosexuelle, sagt Commerzbank-Aufsichtsratschef Müller. Aber outen mag sich niemand, erst recht nicht nach dem Fall Hitzlpergers.

© Tommy Ton/Trunk Archive
Manager wollen nicht zur Ikone werden

Mit einem öffentlichen Bekenntnis zur eigenen Homosexualität tun sich Deutschlands Top-Manager trotz aller Diversity-Programme schwer. Im Capital-Interview erklärte der Aufsichtsratsvor­sitzende der Commerzbank und Aufsichtsratsmitglied weiterer Dax-Konzerne Klaus-Peter Müller: „Sie können davon ausgehen, dass unter den 2000 Top-Führungskräften in der deutschen Wirt­schaft mindestens 100 Homosexuelle sind.“ Er kenne viele Konzerne, in denen jeder weiß, welcher Kollege schwul oder welche Kollegin lesbisch ist. Das sei intern geklärt.

Klaus Peter Müller © ddp images
Commerzbank-Aufsichtsratschef Klaus Peter Müller

Vor einem öffentlichen Outing schreckten aber viele nach wie vor zurück. „Und nach dem Outing von Hitzlsperger fragt sich doch jeder Manager, welchen Aufruhr er mit so einem Bekenntnis aus­lösen würde. Dieser Hype hat die Bereitschaft zu einem öffentlichen Outing nicht gerade begüns­tigt, sondern eher erschwert“, so Müller gegenüber Capital.

Müller, der bis Herbst vergangenen Jahres auch die Regierungskommission für gute Unternehmens­führung leitete, würde keinem Manager raten, „alleine vorzupreschen und sich das anzutun“. „Gerade einflussreiche Manager wollen nicht zu so einer Ikone werden“, so Müller.

Die vollständige Geschichte über Homosexuelle im deutschen Top-Management lesen Sie in der neuen Capital - ab 20. Februar im Handel. Hier können Sie sich die iPad-Ausgabe herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.  


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