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US-Zinsanstieg bedroht Finanzmärkte

, Christian Kirchner

Für Fondsmanager Pesarini sind die US-Zinsen entscheidend für die Finanzmärkte. Zudem warnt er vor Hacker-Attacken auf Bloomberg-Rechner.

Luca Pesarini © Gene Glover
Luca Pesarini

Für den Fondsmanager und Chef der Fondsboutique Ethenea, Luca Pesarini, haben die Griechenland-Krise oder Chinas Börsenturbulenzen keinen wirklichen Einfluss auf die weltweiten Finanzmärkte. „Dreh- und Angelpunkt für uns ist, was in den USA passiert – wirtschaftlich und in Sachen Zinsen“, sagte der Fondsmanager im Capital-Interview.

Capital 08/2015
Die neue Capital erscheint am 23. Juli

Er rechne in den USA „bis Ende 2016 mit einem Leitzinsanstieg auf 0,75 Prozent“. Er erwarte schon allein deshalb nicht ein höheres Zinsniveau, „weil das angesichts der Schuldenlasten der Staaten zu Pleiten führen würde“. Für ihn zähle „der Umgang mit weiter niedrigen Zinsen für die nächsten Jahre zu den Leitlinien der Anlagepolitik“ seines Hauses.

Sorge bereitet ihm aber das unterschätzte Risiko von Hacker-Angriffen. Die größte Gefahr sieht er darin, „dass irgendwann einmal die Bloomberg-Terminals mit den Kurs-, Handels- und Nachrichtensystemen gehackt werden“. Da mittlerweile fast alles über Bloomberg laufe, „zappeln alle wie die Fische auf dem Land, wenn Händler und Fondsmanager da mal abgeklemmt sind“. Dann blieben eigentlich nur noch die Börsen in Chicago und New York als grobe Indikatoren, „anderswo dürfte es bei den Kursen ein einziges Chaos geben“.

In der neuen Capital widmen wir uns ausführlich den Gefahren an den Finanzmärkten: Chinas Aktienmarkt ist in Aufruhr, die Eurokrise ist immer noch nicht ausgestanden, die US-Zinswende naht. Nach sechs Jahren Ruhe sind die Turbulenzen an den Märkten zurück. Ist unser Geld noch sicher? 

Hier können Sie sich ab dem 23. Juli die iPad-Ausgabe herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.


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