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Traumhäuser und Ladenhüter

, Horst von Buttlar

Wo geht noch was? Capital analysiert den Immobilienmarkt in den wichtigsten deutschen Städten. Von Horst von Buttlar

Horst von Buttlar © Gene Glover
Horst von Buttlar

Vieles, was man so über Immobilien liest und schreibt, erinnert an eine Schallplatte, die hängen geblieben ist, irgendwo zwischen den Zeilen „Nichts geht mehr“ und „Wer soll das bezahlen?“. Natürlich fragen wir uns das auch, wenn fade Reihenhäuser aus den 70er-Jahren in Hamburg oder Berlin für 650.000 Euro auf den Markt kommen. Und wenn wir ins Archiv schauen, stellen wir fest, dass man das Gleiche schon vor einem Jahr gesagt hat (als das Reihenhaus für 550.000 Euro auf dem Markt war).

Trotzdem wollen wir uns bei Capital mit solchen Nichts-geht-mehr-Schlagern nicht zufriedengeben. Denn natürlich geht immer noch was, wenn man nur genau hinschaut. Außerdem besteht Deutschland nicht nur aus Prenzlauer Berg, Westend und Harvestehude. Ja, die eigentliche Herausforderung wird in der Zukunft die neue deutsche Divergenz sein: Manche Landstriche werden sich langsam entvölkern und einstige Traumhäuschen für 45.000 Euro bei Immobilienscout monatelang auf Interessenten warten. Andere Viertel werden überquellen, man ist drin oder draußen, und wer drin ist, wird sich in seiner Wohnung so lange stapeln, bis man doch vor die Tore der geliebten Stadt zieht.

Also: Resignation ist keine Lösung. Und so hat wieder ein großes Team von Reportern über Wochen in den wichtigsten Städten recherchiert, hat mit Maklern gesprochen, neue Projekte in Stadtvierteln besucht und die Preise analysiert.

Wir haben auch etwas Neues für Sie: Wir haben den Immobilien-Kompass, den viele Branchenkenner längst den „Goldstandard“ nennen, digital neu konzipiert. Künftig finden Sie alle Daten auf unserer Website immobilien-kompass.capital.de – und zwar deutschlandweit und laufend aktualisiert. 400.000 Angebote werden täglich erfasst und analysiert, Miet- und Kaufpreise für Häuser und Wohnungen, Alt- und Neubau. Mit diesem Datenschatz, verbunden mit der jahrelangen Expertise unserer Redakteure, wollen wir für Leser zur ersten Anlaufstelle für das Thema Immobilien werden.

Natürlich wird es den Kompass weiterhin im Heft geben, wie in diesem Jahr auf 65 Seiten. Mit dem digitalen Kompass aber sind wir noch flexibler, die Daten sind noch genauer und umfassender.

Und noch eine Nachricht habe ich für Sie: Bernd Ziesemer, lange Chefredakteur des „Handelsblatt“, ist neuer Kolumnist. Er schreibt über Unternehmensthemen, montags auf capital.de – und jeden Monat im Heft. Hier greift er in der Kolumne „Déjà-vu“ Strategien und Pläne von Managern auf und durchleuchtet sie bis in die Vergangenheit. Denn manch bunte Powerpoint-Präsentation hat eine echt gute Geschichte …

Horst von Buttlar

Chefredakteur

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