• Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Exklusiv

Thyssenkrupp behält Aufzugsparte

, Kai Beller

Keine kurzfristige Bilanzkosmetik: Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger lehnt einen Verkauf der Aufzugsparte ab.

Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger © Hans-Jürgen Burkard
Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger

Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger will die profitable Aufzugsparte keinesfalls verkaufen, um die Bilanz des Stahl- und Technikkonzerns aufzubessern. „Wir lassen uns keine Entscheidung aufzwingen, die Thyssenkrupp nicht nachhaltig stärkt, sondern nur auf eine kurzfristige Bilanzoptimierung hinausläuft“, sagte der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger im Gespräch mit Capital (Ausgabe 3/2016). „Warum sollten wir das tun? Wenn wir die Aufzüge rausnehmen, könnten wir unsere Bilanz stärken. Rechnen kann ich auch. Aber dann hätten wir das Geschäft mit der größten Stabilität und dem höchsten Ergebnis und Cashflow abgegeben.“

Capital 03/2016 NRW-Ausgabe
Für Leser in NRW haben wir das große Heinrich-Hiesinger-Porträt auf das Cover gehoben

In diesem Zusammenhang wies Hiesinger gegenüber Capital die Kritik an der Kursentwicklung von Großaktionären wie Cevian, der seinen Anteil 2014 erhöht hatte und zum zweitgrößten Eigner nach der Krupp-Stiftung aufstieg, zurück: Wer die Aktie des Unternehmens halte, um von kurzfristigen Kursgewinnen zu profitieren, sei falsch bei Thyssenkrupp. "“Wer eine langfristige Wertorientierung hat, den versuchen wir zu überzeugen. Wer sich kurzfristiger am Aktienkurs orientiert, der wird derzeit nicht zufrieden sein.“ Das sei auch der Konzern nicht. „Aber wir werden uns nicht verleiten lassen, Dinge zu tun, die Thyssenkrupp als Ganzes schaden.“

Hiesinger betonte weiter, dass Thyssenkrupp „auf dem richtigen Weg“ sei. „Unser Unternehmen ist robuster und stabiler. Aber die Veränderung von Thyssenkrupp ist keine Gerade. Da wird es auch Rückschläge geben.“

Die große Geschichte über Thyssenkrupp und Heinrich Hiesinger lesen Sie in der März-Ausgabe von Capital. Hier können Sie sich ab dem 18. Februar die iPad-Ausgabe herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.


Artikel zum Thema
Autor
  • Wochenrückblick
Sicherheitsdesaster für Apple

Eine Spionagesoftware gelangt durch Sicherheitslücken auf iPhones. Außerdem: Nord LB in der Schiffskrise und Zuliefererstreit bei VWMEHR

  • Wochenrückblick
Vergebung für Euro-Sünder

Die Defizitsünder Spanien und Portugal kommen straflos davon. Außerdem: Deutsche-Bank-Misere und Apple-ZahlenMEHR

LESERKOMMENTARE

 

Kommentare Einblenden

Datenschutz

Die Kommentarfunktion "Disqus" wird von der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Moderation

Die Kommentare werden von Capital moderiert. Das heißt, Kommentare werden von der Redaktion freigeschaltet. Kritik und auch in der Sache harte Diskussionen sind willkommen, Beleidigungen werden wir dagegen nicht zulassen. Näheres hierzu finden Sie in unserer Netiquette.