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Sind Sie reif für einen Neuanfang?

, Jens Brambusch

Irgendwann wird fast jeder unzufrieden im Job. Die Arbeit nervt, die Karriere lahmt. „Das soll’s gewesen sein?“, fragen sich viele Menschen in der Mitte ihres Lebens. Warum ein Neustart möglich ist. Eine Checkliste

Fesseln sprengen, neu anfangen - der Traum vieler © Getty Images
Fesseln sprengen, neu anfangen - der Traum vieler

Es ist eine Frage, die den Kern unserer Existenz berührt. Viele aber verdrängen sie oder hören auf, nach der Antwort zu suchen. Weil das Leben oft keine Zeit lässt. Karriere, Hausbau, Nestbau, Kinder, der Alltag ist so vollgestopft und durchgetaktet, da hört man irgendwann auf, die Sinnfrage zu stellen. Das Thema aber nagt trotzdem an uns. Es bohrt, fordert, quält, egal ob wir erfolgreich sind oder nicht.

Und so gibt es doch immer wieder Menschen, die in der Mitte ihres Lebens anfangen, sich und ihren Job zu hinterfragen: Bin ich glücklich mit dem, was ich tue? Erfüllt mich meine Arbeit? War’s das schon?

Erfüllung ist nicht selbstverständlich im Job. Jeder siebte Deutsche hat innerlich bereits gekündigt. Weitere 70 Prozent machen nur Dienst nach Vorschrift. Das heißt: Gerade mal 15 Prozent brennen für ihren Job. Besonders Manager über 40 sind oft frustriert. Bei jedem zweiten hat sich die Arbeitszufriedenheit in den vergangenen Jahren verschlechtert. Viele Manager der Generation 40+ haben den Zenit erreicht, sind stecken geblieben in der Lehmschicht.

Also was tun? Die Jahre absitzen bis zur Rente? Oder doch einen Neustart wagen? Capital hat das Thema zur aktuellen Titelgeschichte der Februar-Ausgabe gemacht, mit Menschen gesprochen, die den Neuanfang gewagt haben. Ihre Erlebnisse machen Mut: Just do it!

Aber ein Jobwechsel will gut überlegt sein. Sechs Tipps, die Sie beachten sollten.

1. Zufriedenheit

Hinterfragen Sie sich. Was macht Sie zufrieden? Was unzufrieden? Betrachten Sie dabei nicht nur Ihren Beruf, sondern Ihr ganzes Leben.

2. Priorität

Was ist Ihnen wichtiger: Geld oder Sinn? Und was bedeutet „Sinn“, wenn Sie an Ihren Beruf denken? Das eine ist in der Regel der Preis des anderen. Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Worauf können – und wollen – Sie eher verzichten?

3. Typfrage

Was für ein Typ sind Sie? Der Denker oder doch der Macher, der schon die Ärmel hochkrempelt, wenn andere noch sämtliche Für und Wider abwägen? Gehen Sie gern voran, stehen für Ihre Idee? Oder überlassen Sie Verantwortung lieber anderen?

4. Engagement

Sie interessieren sich für Gott und die Welt, reden überall mit. Aber wofür setzen Sie sich auch ein, werden aktiv? Wofür sind Sie bereit, Ihre Routine aufzugeben?

5. Familie

Ein Gnadenhof für Tiere oder therapeutisches Reiten – keine Frage, eine tolle Idee. Aber was sagt Ihre Familie dazu? Was bedeuten Ihre Zukunftspläne für Ihr Umfeld? Für Partner, Kinder, Eltern? Treffen Sie Entscheidungen nie allein.

6. Kindheitstraum

Was wollten Sie eigentlich als Kind werden? „Business Controller Liegenschaften“ doch wohl eher nicht. Leben Sie vielleicht das Leben, das andere von Ihnen erwarteten? Kinder von Ärzten studieren oft Medizin, die von Anwälten Jura. Eine Banklehre ist doch eine sichere Sache. Aber was wollten Sie? Überlegen Sie mal! Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Worauf können – und wollen – Sie eher verzichten?

Die ganze Reportage "Just do it" lesen Sie in der aktuellen Ausgabe, die am 21. Januar 2016 erscheint.


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