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Sieben erstaunliche Dinge über Lego

, Capital-Redaktion

Lego beherrscht das Kinderzimmer und dringt auch ins Kino vor. Hier ein paar vielleicht nicht so bekannte Fakten über die Firma.

Capital-Redakteur Nils Kreimeier berichtet im Video über seine Lego-Recherchen 

Minifiguren en masse

Seit 1978 produziert Lego Minifiguren, die jetzt zu Spielfilmehren kommen. Die dreiteiligen Figuren aus Kopf, Oberkörper und Beinen sind eine unheimliche Erfolgsgeschichte. Es gibt sie als Männlein und Weiblein, als Superschurke und Freund und Helfer. 500 Millionen Lego-Figuren wurden 2013 produziert. Geht das so weiter, gibt es 2019 mehr Lego-Männchen als Menschen auf der Erde.

Visitenkarten

Kundstorps Visitenkarte © Gene Glover
Kundstorps Visitenkarte

Auch Konzernchef Jørgen Vig Knudstorp führt ein Doppelleben als Lego-Männchen. Von allen Führungskräften des Spielzeugkonzerns gibt es eine Mini-Kopie aus Lego. Sie dient als Visitenkarte. Kundstorp steht einem Familienkonzern vor: Die Nachfahren des Firmengründers kontrollieren das Unternehmen auch 82 Jahren nach der Gründung noch. Die Familie kontrolliert 75 Prozent der Anteile, den Rest hält die Lego Stiftung.

Reifenhersteller

Wer an Reifenhersteller denkt, wird zuerst auf Namen wie Continental, Michelin oder Pirelli kommen. Aber Lego? 500 Millionen Reifen stellt das dänische Unternehmen pro Jahr her. Damit gehört Lego zu den größten Herstellern der Welt. Über die Größenunterschiede bei den Reifen wollen wir hier allerdings höflich hinwegsehen.

„Spiel gut!”

Was bedeutet der Name Lego? 1932 gründete der Schreinermeister Ole Kirk Christiansen die Firma. Der Name setzt sich aus den dänischen Worten „leg godt“ zusammen. Das heißt: „Spiel gut!” In den ersten Jahren produzierte das Unternehmen Holzspielzeug, kleine Modelle von Alltagsobjekten.

Zwei Reihen mit vier Noppen

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Lego mit der Produktion von Bausteinen aus Plastik. 1958 wurde der Lego-Stein, wie wir ihn heute noch kennen zum Patent angemeldet: 9,6 Millimeter hoch, 15,8 Millimeter breit, 31,6 Millimeter lang. Obendrauf trug er zwei Reihen mit jeweils vier Noppen. Ihm folgten rasch weitere Teile: Räder, Eisenbahnschienen, die kleinen Männchen. Lego wuchs zu einem der wichtigsten Innenausstatter in den Kinderzimmern der Welt.

Beinahe-Pleite

Nach der Jahrtausendwende geriet Lego in eine bedrohliche Schieflage. Allein 2003 fiel ein Verlust von 189 Mio. Euro an. Der damals 35-jährige Knudstorp übernahm den Chefposten in einer scheinbar aussichtslosen Lage. Laut seiner Analyse hatte sich Lego verzettelt – zu viele neue Produkte und Spielideen, aber kein Konzept gegen den Niedergang. Kundstorp schaffte den Turnaround: Seit 2005 schreibt der Konzern wieder schwarze Zahlen. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Umsatz fast verdreifacht, und das Unternehmen fährt viermal höhere Gewinne ein als noch 2008.

Bastler-Reihe

Mit Lego-Mindstorms ist die Firma auch in die Roboterwelt vorgedrungen. Es gibt sogar Wettbewerbe wie die World Robot Olympiad. Um die Bastler-Reihe zu verbessern, lud sich Lego echte Experten ein: ihre Fans. Die fand die Firma in Internet-Foren. 

„Die Spur der Steine“ heißt die Lego-Titelgeschichte der aktuellen Capital. Wir gehen darin der Frage nach, wie Lego den Aufstieg vom Pleitekandidaten zum Erfolgsunternehmen geschafft hat. Hier können Sie sich die iPad-Ausgabe der neuen Capital herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.


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