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Reden wir über Musik!

, Georg Dahm

Wir alle brauchen ständig neue Technik. Georg Dahm lotst uns durch den digitalen Dschungel. Diesmal: Taschen Hi-Fi

Vamp Verza
Vamp Verza, 190 Gramm schwerer Alu-Riegel

Georg Dahm ist Journalist und Gründer des Wissenschaftsmagazins „Substanz“


Georg Dahm ist Journalist und Gründer des Wissenschaftsmagazins "Substanz". Für Capital schreibt er die Kolumne "Mein digitales Leben"


Viel wird in meinem Herrenbüro darüber gesprochen, in welcher Größe das neue iPhone dem Manne geziemt. Ist die Pranke adäquat gefüllt mit den 92,5 Quadratzentimetern des iPhone 6 oder bedarf es der 122,9 Quadratzentimeter des iPhone 6 Plus? Eine ermüdende Debatte, die ich durch orthopädische Einwürfe („Riesentelefone machen aus Händen gichtige Spreizkrallen“) in die richtige Richtung gelenkt habe.

Und doch befürchtet der eine oder andere, mit dem georderten Kompaktmodell nicht das rechte Maß an Virilität zu signalisieren. Ich weise dann gern darauf hin, dass man ja immer noch was machen lassen kann.

Zum Beweis lege ich mein iPhone 4S auf den Tisch, das ich zu einem prachtvollen Boliden aufgebockt habe. Huckepack reitet es auf dem Vamp Verza, einem 190 Gramm schweren Alu-Riegel mit Schaltern! Und Lichtern! Aber natürlich geht es hier nicht um Größe, sondern um innere Werte: Das feine Accessoire birgt eine Hi-Fi-Elektronik, D/A-Wandler genannt, die den So-lala-Klang des Smartphones ersetzt durch einen von wunderbarster Güte. Wofür die Musik in anständiger Qualität vorliegen muss.

Teures Vergnügen

Also in voller Auflösung kopiert von CD oder runtergeladen von Portalen wie highresaudio.com oder hdtracks.de. Spotify-Nutzer stellen die Qualität auf „Extrem“ oder wechseln zum Konkurrenten WimP, da gibt es CD-Qualität, der französische Streamingdienst Qobuz hat sogar hoch aufgelöste Studiomaster. Das frisst Speicher, weshalb ich predige: Nehmt das iPhone gleich mit 128 Gigabyte!

Capital-Cover
Die aktuelle Capital

Ja gut, mit dem Hi-Fi-Unterbau sind wir dann bei 1 400 Euro. Aber das ist ja immer noch billig im Vergleich zu den Luxus-Musikplayern von Astell & Kern. Das Spitzenmodell AK240 sieht aus wie ein iPod im Tarnkappenbomber-Design, kostet 2 400 Euro (astell-kern.de) und macht mit seinem Klang an Kopfhörer oder Anlage die Hi-Fi-Fanatiker in meinem Freundeskreis wuschig.

Eigentlich hatte ich mobile Player als aussterbende Art abgeschrieben. Aber schon auf vergleichsweise günstigen Modellen wie dem Fiio X5 (398 Euro, fiio-shop.de) macht Musik viel mehr Spaß. In diesem Preisbereich liegt auch der Musikplayer Pono, für den Neil Young auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter mit Vorbestellungen über 6 Mio. Dollar eingesammelt hat.

Richtig glänzen soll der mit den Aufnahmen in Studioqualität, die ab Oktober angeblich alle wichtigen Labels in Youngs Musikportal Pono Music einspeisen werden. Ausgezeichneter Plan! Nach dem ganzen iPhone-Gesabbel würde ich im Büro auch gern mal wieder über Musik reden.

Edelhelfer

FiiO Alpen
FiiO Alpen

Die Klangelektronik in Laptops und Smartphones ist bestenfalls zweitklassig. Mobile D/A-Wandler wie der Vamp Verza (s.o., circa 598 Euro, higoto-shop.com) machen aus der digital gespeicherten Musik feinste Audiosignale für Kopfhörer oder Stereoanlage. Günstigere Alternative: der Onkyo DAC-HA200 (circa 298 Euro, onkyo.de) oder FiiO Alpen (Abb. 1, 155 Euro, fiio-shop.de). Letzterer eignet sich vor allem dazu, Computer aufzuwerten, sein USB-Eingang ist nicht smartphonekompatibel

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